Kultur : KURZ & KRITISCH

Jens Hinrichsen

KUNST

Stählerne

Strukturen

Wieder hat das Preisgericht entschieden. 2003 war es der Zuschlag für das Berliner Architekturbüro Geier Maas Pleuser für den Neubau des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der Stresemannstraße. Und seit diesem Februar stehen mit Antony Gormley und Katharina Grosse auch diejenigen fest, die ihre Vorschläge für die Kunst an diesem Bau realisieren dürfen. Für zwei Projekte wurden jeweils acht Künstler vorausgewählt, deren Entwürfe nun im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung zu sehen sind (Crantzbau, Hertzallee, bis 8. Juli, Mo-Fr 9-18 Uhr). In der Mitte des Neubautraktes, um den das Gebäude des ehemaligen preußischen Landwirtschaftsministeriums ergänzt wird, liegt der Nordhof. Dort wird der Londoner Bildhauer Antony Gormley, der soeben für eine temporäre Skulptur auf dem Londoner Trafalgar Square ausgewählt wurde, eine polygonale Edelstahlstruktur über den Köpfen der Besucher schweben lassen, in der die Negativform eines menschlichen Körpers erkennbar ist. In die engere Wahl kam auch Andreas Siekmanns ökonomie-kritisches „Wetterhäuschen“ in Form zweier Kraftwerkskühltürme. Ein zweiter Realisierungswettbewerb wurde für eine Foyer-Trennwand im BMU ausgeschrieben. Mit einem farbkräftigen „Graffiti“ aus gesprühten Linien will die Düsseldorfer Malerin Katharina Grosse die Wand „in einer zusammenfassenden Bewegung durchfluten“. Jens Hinrichsen

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