Kultur : Kurz & kritisch

Jürgen Tietz

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Der Student

im Reisfeld

Peking wächst rasant. Wie viel Platz bleibt da für Grünzonen? Im Rahmen der Olympischen Spiele bemühte man sich, mehr Biomasse in den Pekinger Urbanisierungsprozess einzustreuen: stolze sieben Quadratkilometer umfasst der Waldpark des Olympiageländes. Er ist eines der Projekte, mit denen die Galerie des Instituts für Auslandsbeziehungen (IFA) unter dem Titel „Grün der Zeit“ Einblicke in die aktuelle Landschaftsplanung in und aus Peking präsentiert (Linienstraße 139/40, bis 22. März 2009, Katalog 14 Euro). Dass die chinesische Landschaftsgestaltung dabei vor ähnlichen Aufgaben steht, wie der Rest der Welt, zeigen die poetisch-pragmatischen Arbeiten von Yu Kongjian: Ihm geht es um die Transformation ehemaliger Industrieanlagen in Landschaftsparks mit Erlebnischarakter, wie bei dem Werft-Park Zhongshan. Mit dem „Garten des roten Bandes“ hat er in Qinghuangdao eine verschmutzte Uferzone in ein Naherholungsgebiet verwandelt. Das Wegenetz des 2003 angelegten Campus der Shenyang Universität legt sich zwischen Reisfelder, die von den Studierenden bewirtschaftet werden. Jürgen Tietz

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