Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

"Chill out": Nacht-Sessions für das JazzFest Berlin

Als "nicht sehr kollegial" hat Ulrich Eckhardt, Intendant der Berliner Festspiele, die während des Berliner "JazzFests" vom 5.-8.11.geplante Konkurrenzveranstaltung des Elektronikkonzerns JVC gewertet: das sei ein Versuch, dem "verdienstvollen Festival das Wasser abzugraben".Die Organisatoren des "JazzFests" stellen bei einer Pressekonferenz ihr eigenes Profil vor.Mit der Auswahl, die sich dieses Jahr auf Großbritannien konzentriert, hat Festivalchef Albert Mangelsdorff an das Thema der Festwochen angeknüpft.Vier Großformationen wie die David Murray Big Band oder das London Jazz Composers Orchestra sind eingeladen.Die George Gruntz Concert Jazz Band stellt Rolf Liebermanns "Symphony for Jazz Ensemble" in den Mittelpunkt.Auch der Gesang - Gedichte von Lewis Carroll, William Butler Yeats und Brecht-Songs - ist durch namhafte Vokalisten vertreten.Alle deutschen Musiker, die das Programm bestreiten, sind, wohl als Ergebnis einer hundertprozentigen Hauptstadt-Quote, in Berlin ansässig.Der Posaunist Mangelsdorff jedenfalls wird nicht auftreten, obwohl das Programmheft eine Posaune zeigt.Mit Seitenblick auf die Konkurrenz betont Festival-Organisator Ihno von Hasselt, daß "genügend populäre Acts aufgeboten" seien: der Gitarrist John Scofield, der Saxophonist Charlie Mariano mit einer Wunschformation aus indischen Musikern, der kubanische Starpianist Gonzalo Rubalcaba.Neu ist ein Nachtprogramm unter dem Motto "Jazz Chill Out".Nach den offiziellen Konzerten will man Jazz-Musiker, Discjockeys und Ambient-Künstler in einer Art Forum für Jazzer, die sich immer mehr der elektronischen Musik verschreiben, zusammenbringen, auch als Anreiz für Jugendliche, sich dem "JazzFest" zu nähern. ror

KULTURNACHRICHTEN

Tom Stromberg soll im Jahr 2000 Intendant des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und damit Nachfolger von Frank Baumbauer werden.Der DSH-Aufsichtsrat hat den 38jährigen Kulturchef der Expo Hannover und einstigen Leiter des Frankfurter Theaters am Turm nominiert. Tsp

Der Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste geht an den österreichischen Filmemacher Michael Haneke.Die Verleihung ist am 18.Oktober. Tsp

Die Veranstaltung zur Aufbau-Verlagsanthologie " Die DDR wird 50" fand in der Berliner Kulturbrauerei statt.Wir hatten irrtümlich die Brotfabrik als Ort genannt. Tsp

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