Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Krise am BE: Kultursenat fühlt sich erpreßt

Das Berliner Ensemble (BE) wird möglicherweise doch das Haus am Schiffbauerdamm verlassen müssen.Wie Berlins Kultur-Staatssekretär Lutz von Pufendorf im SFB radio kultur bestätigte, habe der Senat die BE-GmbH gebeten, die Verhandlungen mit der Freien Volksbühne wieder aufzunehmen.Rolf Hochhuth als Geschäftsführer der Ilse-Holzapfel-Stiftung, die das Gebäude am Schiffbauerdamm besitzt, stelle immer wieder neue Forderungen und versuche, in die künstlerische Autonomie des Theaters einzugreifen."Wir haben die Geduld verloren.Wir lassen uns auf keine Erpressung mehr ein", so von Pufendorf.Wenn es nicht anders gehe, werde das BE ein anderes Theater beziehen."Traumatisch" ziehe sich wie ein roter Faden Hochhuths Forderung durch die Verhandlungen, daß sein "Stellvertreter" immer wieder aufgeführt werden muß. ADN

Hochhuth: Einblick in BE-Umbauplan nötig

In einem Brief an Kultursenator Radunski hat der Dramatiker Rolf Hochhuth dem Senat jeden guten Willen abgesprochen, der Holzapfel-Stiftung Planungen bezüglich des Berliner Ensembles zu erleichtern.So sei dem Architekten Düttmann von seiten des Kultursenats untersagt worden, die Umbaupläne für das Jahr 1999 mit Hochhuth zu erörtern.Gemeinsam mit dem Architekten wollte der Dramatiker prüfen, ob sich eine Möglichkeit finden lasse, trotz des Umbaus die vertraglich vereinbarte Spielzeit von sechs Wochen im Sommer und drei Tagen im Oktober 1999 am Schiffbauerdamm durchzuführen.Was die verzögerte Unterzeichnung des Vertrages mit dem Abgeordnetenhaus angehe, erklärt sich Hochhuth in dem Brief zur Unterzeichnung bereit, sobald ein Gespräch mit dem Architekten Düttmann stattgefunden habe und im Vertrag eine Garantie eingefügt werde, die der Holzapfel-Stiftung zusichere, das Berliner Ensemble trotz des Umbaus 1999 in der vereinbarten Zeit zu bespielen. Tsp

Angelin Preljocaj wird ab 2001 Ballettchef der Deutschen Oper.Das kündigte der Ballettbeauftragte des Berliner Senats, Gerhard Brunner, an.Brunner selber wird auf Bitten Götz Friedrichs von 1999 bis 2001 interimistisch das Ballett leiten. Tsp

Briefe von Georg Hermann, dem Autor von "Jettchen Gebert", werden für eine geplante Buchausgabe im Verlag Neues Berlin gesucht.Wer über Korrespondenz sowie Texte von und über Georg Hermann verfügt, melde sich bitte bei dem Herausgeber der Werkausgabe, Gert Mattenklott (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin, Hüttenweg 9, 14195 Berlin). Tsp

Giuseppe Sinopoli, der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle, wird offenbar zwei Jahre früher als geplant das Haus verlassen, da er im Jahr 2000 die römische Oper als Intendant übernimmt.Das berichtete die "Sächsische Zeitung" am Mittwoch. ADN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben