Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Verleger Heyne dementiert Verkaufsgerüchte

Ob der Münchner Verleger Rolf Heyne (70) seinen vor vierzig Jahren gegründeten Familienbetrieb verkaufen wird, bleibt weiter ungewiß.Heyne sei zwar im Gespräch nicht nur mit Bertelsmann, Holtzbrinck und Springer, erklärt eine Sprecherin des Verlags, er habe sich aber weder entschieden, ob noch wann er verkaufe.Die "Süddeutsche Zeitung" hatte am Donnerstag unter Berufung auf interne Quellen von den Verkaufsgerüchten berichtet.

Der Heyne Verlag ist mit einer Produktion von 800 Titeln und 173 Millionen Mark Jahresumsatz der zweitgrößte Taschenbuchverlag in Deutschland.Bedingung Rolf Heynes für einen Verkauf sei die garantierte Unabhängigkeit des Verlages in Programm- und Personalfragen.Auch ein vierter Konzern, wahrscheinlich ein US-amerikanischer Bewerber, sei im Gespräch, sagen Vertraute des Verlegers."Aber eine Übernahme wird es nicht geben", erklärt der Verlag kategorisch.Rolf Heyne, dessen Vater den Verlag ursprünglich in Dresden gegründet hatte, komme heute noch als engagierter Verleger "täglich ins Haus", wie seine Mitarbeiter erklären.Er werde sich keineswegs das Heft aus der Hand nehmen lassen.Kenner der Branche weisen darauf hin, daß für Unternehmen wie Heyne der Lizenzmarkt immer enger wird, weshalb die Kooperation mit einem Konzern selbst für Verlag dieser Größe zur Überlebensfrage werde. Tsp

Otto Preminger, dem aus Österreich stammenden Hollywood-Regisseur (1905-1986), ist die Retrospektive der 49.Internationalen Filmfestspiele in Berlin gewidmet.Die Berlinale präsentiert vom 10.bis 21.Februar 1999 Premingers Gesamtwerk, darunter die Filme "Der Mann mit dem goldenen Arm" mit Frank Sinatra und Kim Novak (1966), "Anatomie eines Mordes" mit James Stewart und Lee Remick (1959) und "Exodus" mit Paul Newman und Eva Marie Saint (1960).Preminger, bis heute als bloßer Hollywood-Handwerker verkannt, drehte in knapp fünfzig Jahren - von 1931 bis 1979 - 37 Filme.Tsp

Paul Klee bekommt am Stadtrand von Bern ein Museum.In den Haus sollen rund 40 Prozent seines Gesamtwerkes zu sehen sein.Das Museum entsteht auf einem Grundstück, daß der Berner Kunstmäzen Maurice Müller der Stadt zu diesem Zweck zusammen mit 44 Millionen Mark geschenkt hatte.

HAP Grieshabers Nachlaß ist von der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg erworben worden.Das Archiv des Graphikers, wurde mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft gekauft, teilte die Akademie am Donnerstag mit.Grieshaber wurde 1909 in Rot/Oberschwaben geboren und lebte von 1947 bis zu seinem Tod 1981 auf Achalm bei Reutlingen.Im Nachlaß erhalten sind unter anderem Briefwechsel mit Peter Härtling und Franz Fühmann.

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