Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

TU Berlin: "Denkanstöße" zur Architektur

"Denkanstöße" nennt sich eine Berliner Vortragsreihe, die sich kritisch mit Städtebau, Architektur und Umwelt auseinandersetzen will.Sie wird veranstaltet vom Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) sowie dem Fachbereich Architektur der Technischen Universität.Am heutigen Dienstag abend wird Meinhard von Gerkan zum Thema "Berliner Projekte zwischen Anpassung und Selbstbehauptung" sprechen.Von Gerkans wichtigste Berliner Arbeiten sind der Flughafen Tegel, die Dresdner Bank am Pariser Platz sowie der geplante Lehrter Bahnhof.In der folgenden Veranstaltung (15.12.) diskutieren Hans Stimmann und Harald Bodenschatz das Berliner "Planwerk Innenstadt".Am 19.Januar 1999 führt Wolfgang Kil durch die Architekturgeschichte unter dem Titel "Von fliegenden Segeln zu Burgen aus Beton".Bis Ende 1999 sind fünf weitere Termine unter anderem mit Daniel Libeskind und Inken Baller geplant.Veranstaltungsort ist die TU Berlin, Straße des 17.Juni 152/Ecke Marchstraße (Architekturgebäude, Raum A 151, jeweils 20 Uhr). frj

Müssen Schaubühne und BE vor eine Jury?

Heftige Kritik übte gestern der Kulturausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses an den noch nicht vom Parlament verabschiedeten "Allgemeinen Anweisungen zur Förderung von privatrechtlich organisierten Theatern".Vertreter von SPD und Bündnis90/Grüne monierten, weder sei das Fördersystem konsequent noch seien die Bewertungskriterien transparent genug.Daß ein vom Senat bestellter Sachverständiger über Konzeptförderung für die großen und eine Jury über die Vergabe von Projekt-, Basis- und Spielstättenförderung der kleinen Bühnen entscheiden solle, widerspreche den ursprünglichen Absichten einer Theater-Reform.Auf Initiative von Irana Rusta (SPD) wurde der Ausschußvorsitzende aufgefordert, einen Brief an den Unterausschuß Theater zu formulieren, wonach die Förderung aller privatrechtlich organisierten Theater mittels einer Jury erfolgen soll.Die möglichen Folgen des Verfahrens: Auch BE und Schaubühne müßten von einer Jury evaluiert werden, sofern dieser Brief im Unterausschuß diskutiert und als Beschlußvorlage dem Parlament zugeleitet wird.Die "Allgemeine Anweisung" wäre dann in Frage gestellt.Auch müßten die auf ihren Haushalt für 1999 wartenden Theater mit einigen Planungsunsicherheiten rechnen. F.D.

Bei der Weltausstellung "Expo 2000" in Hannover will sich die deutsche Kultur mit einem umfangreichen Programm "verführerisch, erheiternd und unterhaltsam" präsentieren.Im Mittelpunkt werde der Mensch, nicht die Technik stehen, sagte Staatsintendant August Everding, der künstlerische Gesamtleiter des deutschen Expo-Pavillons, in München.Im Deutschen Pavillon werden vom 1.Juni bis 31.Oktober an allen Tagen Kulturveranstaltungen für alle Altersgruppen präsentiert.Als Gegenstück zu Peter Steins Inszenierung von Goethes "Faust" steht die Produktion "Abraxas" des Komponisten Werner Egk nach dem Tanzpoem "Der Doktor Faust" von Heinrich Heine auf dem Programm.

Jan Assmann, Professor für Ägyptologie an der Universität Heidelberg, erhält für sein Gesamtwerk den "Preis des Historischen Kollegs" 1998.Der vom Stiftungsfonds Deutsche Bank im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft getragene Preis ist mit 50 000 Mark dotiert. KNA

Zur Förderung Berliner Jazzmusiker hat die Kulturverwaltung Stipendien für 1999 ausgeschrieben.Mit den Stipendien werden etwa Kompositionen größeren Umfangs gefördert oder Auslandsaufenthalte zu Studienzwecken.Bewerbungsunterlagen bei der Senatskulturverwaltung, Referat IV E, Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin.Telefon 030 / 285 25 756 / 755. ADN

Stipendien für das zweite Prosabuch vergibt die Stiftung Niedersachsen an vier deutschsprachige Autoren.Die Förderung ist mit 15 000 Mark für die Monate April bis Oktober 1999 dotiert.Bewerbungsunterlagen bei der Stiftung Niedersachsen, Ferdinandstraße 4, 30175 Hannover oder über email ( sn.kultur@t-online.de ).Einsendeschluß ist der 15.Dezember 1998. Tsp

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