Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Die Zentrale des Goethe-Instituts wird möglicherweise nach Berlin umziehen

Die Mitgliederversammlung, an der auch Bundesaußenminister Fischer teilnehmen wird, soll am kommenden Donnerstag darüber beraten, erklärte dazu ein Sprecher in München.Für Berlin spreche vor allem die Nähe zur Bundesregierung und zu Wirtschaftsunternehmen.Mit einem Umzug könne die "Lobbyarbeit" intensiviert werden.Allerdings ständen soziale und finanzielle Gründe dem Orstwechsel im Weg.Erst 1993 hatte das Goethe-Institut einen aufwändigen Neubau in München bezogen.Weltweit arbeiten 3 500 Mitarbeitern für die größte Mittlerorganisation deutscher Kultur und Sprache, davon 350 in der Münchner Verwaltung.Unterdessen hat Weimars Oberbürgermeister Volkhardt Germer die thüringische Klassikerstadt als neuen Sitz der Zentrale des Goethe-Institutes vorgeschlagen.Wenn schon ein Umzug ins Auge gefaßt würde, dann müßte über den einzig originären Standort Weimar gesprochen werden, fordert Germer. AP

Wiener Sängerknaben: Leiterin legt Amt nieder

Im Jahr ihres 500jährigen Jubiläums droht den Wiener Sängerknaben eine neue Krise.Die künstlerische Leiterin, die Dirigentin Agnes Grossmann, hat überraschend ihr Amt zur Verfügung gestellt."Unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten" mit dem Vorstand hätten sie zu diesem Schritt veranlaßt, ließ sie mitteilen.Als Begründung führte sie an, die rund 250 Jungen würden vom Management durch zu häufige Auftritte rund um den Globus überfordert.Der Vorstand wolle eine vollständige Finanzierung des Betriebs durch die Konzerte der Sängerknaben selbst.Sie dagegen wolle die Kosten durch die öffentliche Hand, Sponsoren und private Spender decken lassen.Nur so könne eine "Ausbildungsstätte auf höchster Qualität" garantiert werden.

"Tristan und Isolde" in der Interpretation Claudio Abbados und des Berliner Philharmonischen Orchesters wird nun doch auf Großbildleinwand am 29.11.ab 16 Uhr live aus der Philharmonie in den Kammermusiksaal übertragen.Karten kosten 30 Mark.Tsp

Thomas Meinecke, Autor des Romans "Tomboy", hat den mit 20 000 Mark dotierten Literaturpreis "Kranich mit dem Stein" des Deutschen Literaturfonds erhalten.

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