Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Unesco erklärt Weimar zum Weltkulturerbe

Die Unesco hat Weimar zum Weltkulturerbe erklärt.Wie die Kulturorganisation der Vereinten Nationen mitteilte, erkennt ihr Welterbekomitee "damit die große kunsthistorische Bedeutung öffentlicher und privater Gebäude und Parklandschaften aus der Blütezeit des klassischen Weimar an".Zugleich würdige es "die herausragende Rolle Weimars als geistiges Zentrum im späten 18.und frühen 19.Jahrhundert, die mit den Namen Goethes, Schillers, Herders und anderer verbunden ist".Auf der Unesco-Liste des Welterbes stehen nach den jüngsten Entscheidungen des Welterbe-Komitees in Kyoto insgesamt 582 herausragende Kultur- und Naturstätten. Tsp

Deutsche "Weltkultur"

Kölner Dom
- Aachener Dom
- Speyerer Dom
- Würzburger Residenz
- Wieskirche in Oberbayern
- Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl
- Dom, Michaeliskirche Hildesheim
- römische Baudenkmäler, der Dom und die Liebfrauenkirche in Trier
- Hansestadt Lübeck
- Schlösser und Parks von Potsdam- Sanssouci und Berlin
- ehemalige Benediktiner-Abtei Lorsch mit Kloster Altenmünster
- Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar
- Altstadt von Bamberg
- Kloster Maulbronn
- Stiftskirche, Schloß und Altstadt von Quedlinburg
- Völklinger Hütte
- Bauhausstätten Weimar und Dessau
- Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg
- die klassischen Gebäude und Parks in Weimar

Deutsche Filmwirtschaft: EU-Förderung fortsetzen

Die deutsche Filmwirtschaft hat an die Bundesregierung und die Europäische Kommission appelliert, die EU-Filmförderung im Rahmen des Media-Programms - es geht um Ausbildung, Projektentwicklung und Vertrieb, nicht um Zuschüsse für die Produktion selbst - über das Jahr 2001 hinaus fortzuführen.Der audiovisuelle Sektor in Europa wachse; er schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern müsse auch der kulturellen Vielfalt dienen, heißt es im Kommuniqué einer Veranstaltung, an der am Montag auf Einladung der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin rund 100 Branchenvertreter teilnahmen.Wichtig sei es auch, das Vergabeverfahren für die EU-Filmförderung weiter zu vereinfachen; es gebe hier noch zuviel Bürokratie.Zudem solle es bei der Konzeption des Folgeprogramms "Media III" Förderungen nur geben, wenn vergleichbare Förderungen nicht schon auf nationaler Ebene angeboten werden.Weitere Schwerpunkte sind die verstärkte Werbung für europäische Filme auf inner- und außereuropäischen Märkten und die Konzentration von Aus- und Fortbildungszuschüssen auf "effiziente Einrichtungen".Auch der Europäische Filmpreis, der von der Europäischen Filmakademie am kommenden Freitag in London vergeben wird, soll weiter durch das Media-Programm der EU unterstützt werden, hieß es bei der "FFA-Panel" genannten Konferenz.

Eindringlich appellierten die Teilnehmer an die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, ihre dramatisch wachsende Zurückhaltung gegenüber Filmen unabhängiger europäischer Produzenten und Verleiher aufzugeben.Anders als die Privaten hätten die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten einen Kulturauftrag, dem sie zwingend nachkommen müßten. Tsp

Das Berliner Hansa-Theater hat die Aufstockung seines Zuschusses um 300 000 Mark auf 1,8 Millionen Mark jährlich als "begrüßenswerten Ansatz" bezeichnet, der vorerst den Spielbetrieb sicherstelle.Der bauliche Zustand des Hauses sei nach wie vor "miserabel". Tsp

Bruno Ganz erhält den mit 15 000 Mark dotierten Bremer Filmpreis. AP

Peter Handkes neues Schauspiel "Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg" wird auf ausdrücklichen Wunsch des Autors nicht im Rahmen der Wiener Festwochen 1999 im Theater an der Wien gespielt, sondern als normale Premiere im Wiener Burgtheater Anfang Juni 1999 uraufgeführt.Regie führt Claus Peymann, die Produktion soll dann Peymanns Intendanz am Berliner Ensemble miteröffnen. Tsp

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