Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Radunski verhandelt über Berliner "Leuchttürme"

Berlins Kultursenator Peter Radunski (CDU) verhandelt gegenwärtig intensiv mit der Bundesregierung über die Mitfinanzierung ausgewählter Berliner Kultureinrichtungen, der sogenannten "Leuchttürme".Bereits an diesem Mittwoch findet das nächste Gespräch dazu mit Kultur-Abteilungsleiter Knut Nevermann statt, "um ein Gerüst für die künftige Konzeption der Kultur-Hauptstadt-Finanzierung zu finden" und damit für die Verteilung der vom Kulturbeauftragten Michael Naumann in Aussicht gestellten 120 Millionen Mark jährlich, wie Radunski am Dienstag sagte.

Dabei geht es um ein knappes Dutzend Häuser, die der Bund anteilig, wenn auch zum kleineren Teil, mitfinanzieren werde.Wer genau dafür in Frage komme, müsse noch entschieden werden."Einige Häuser liegen ja auf der Hand." Radunski wollte aber noch nicht die einzelnen Namen nennen.Früher waren in diesem Zusammenhang unter anderem die Staatsoper Unter den Linden, das Schinkelsche Schauspielhaus am Gendarmenmarkt und das Deutsche Theater genannt worden.Diese Finanzierung werde dann auf vier bis fünf Jahre festgelegt, um den betroffenen Einrichtungen auch Planungssicherheit zu geben.

Neben der Finanzierung der "Leuchttürme" sollen 20 bis 30 Millionen Mark für eine freie Projektförderung eingeplant werden, wie sie bisher mit 7,5 Millionen Mark im Hauptstadtkulturfonds vorgesehen war.Davon könne auch ein von Radunski geplantes Off-Theater-Festival profitieren.

Der EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert lehnt die deutsche Forderung nach einer weiteren Studie im Streit um die Buchpreisbindung ab.Van Miert forderte Kulturstaatsminister Michael Naumann bei einem Treffen in Brüssel erneut dazu auf, Argumente für die Beibehaltung des festen Ladenpreises vorzulegen.

Max Goldt, dem Berliner Schriftsteller, wird von der Hamburgischen Kulturstiftung der mit 20 000 Mark dotierte Richard-Schönfeld-Preis 1999 verliehen.

Die Uffizien in Florenz erstrahlen nach jahrelangen Renovierungen in neuem Glanz.Am Mittwoch eröffnete die italienische Kulturministerin Giovanna Melandri zahlreiche neue Säle mit Gemälden, Fresken und Skulpturen großer Meister.Insgesamt 30 Millionen Mark kosteten die Arbeiten.

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