Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Deutsche Oper: Radunski verteidigt Kompromiß

Berlins Kultursenator Peter Radunski hat gestern im Hauptausschuß des Abgeordnetenhauses seine Entscheidung verteidigt, die Medienpauschale des Orchesters der Deutschen Oper nicht wie geplant zu kündigen, sondern de facto nur um die Hälfte zu kürzen.Angesichts eines "praktisch heraufziehenden Arbeitskampfs" an dem Opernhaus habe er "richtig und verantwortlich" gehandelt, indem er auf den Kompromiß einging.Der SPD-Finanzexperte Klaus Wowerweit attackierte Radunski deswegen scharf: Der Senat habe sich erpreßbar gezeigt und andere Häuser mit Defizit zu ähnlichem Verhalten ermuntert.Wenn Radunski mit dem Erhalt des Betriebsfriedens argumentieren wolle, hätte er eher die Halbierung des Ballett-Ensembles als die Kündigung einer Sonderzulage der gut dotierten Musiker rückgängig machen sollen. F.H.

Michael Naumann kündigt Förderung des Ostens an

Rund 220 Millionen Mark sollen nach Angaben des Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Michael Naumann (SPD), in diesem Jahr für die Kulturförderung in Ostdeutschland bereitgestellt werden.Gegenüber dem Vorjahr sei dieser Etatposten um 100 Millionen Mark gewachsen, sagte Naumann am Mittwoch bei einem Besuch in der Wittenberger Lutherhalle mit Gerd Harms (Grüne), dem neuen Kultusminister des Landes.Naumann fügte hinzu, die Summe müsse noch im Bundestag bestätigt werden.Gleichwohl zeigte er sich zuversichtlich, daß diese Gelder durch "Umlagerungen" im Etat zur Verfügung stehen. ADN

Das Deutsche Guggenheim Berlin teilt mit, daß es im ersten Jahr seines Bestehens seit der Eröffnung im November 1997 exakt 109 019 Besucher in den Ausstellungsräumen Unter den Linden zählte.Fast jeder Besucher war Kunde im Museumsshop." Tsp

Das Wiener Burgtheater will sein Ensemble drastisch verkleinern.Zahlreiche Ende Januar auslaufende Verträge sollen nicht verlängert werden, bestätigte der Geschäftsführer des Theaters, Thomas Drozda.Das Ensemble solle künftig 100 Schauspieler statt derzeit noch 175 umfassen.Von den Personalkürzungen dürften vor allem jüngere Schauspieler betroffen sein.

Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur ist ab sofort unter der Telefonnummer 030/90 228-0 zu erreichen.Die bisherige Nummer 030/285 25-0 entfällt.Die dreistelligen Durchwahlen auch der Telefaxanschlüsse bleiben erhalten.

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