Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Deutsches Theater: Baumbauer tritt nicht gegen Langhoff an

Der Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, Frank Baumbauer, hat gegenüber dieser Zeitung bestätigt, daß er von Berlins Kultursenator Peter Radunski angesprochen worden sei, ob er sich grundsätzlich ein Engagement am Berliner Deutschen Theater vorstellen könne.Beide Seiten seien sich jedoch darüber im klaren, daß es keine Verhandlungen geben könne, bevor der amtierende Intendant Thomas Langhoff erklärt habe, ob er seinen im Jahre 2001 auslaufenden Vertrag noch einmal um zwei Jahre verlängern wolle.Baumbauer selbst steht gegen keinen amtierenden Intendanten als "Kandidat" bereit.Frank Baumbauer, der das Deutsche Schauspielhaus noch bis Mitte nächsten Jahres leitet und bis 2001 verantwortlich für das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele ist, wird zugleich von der Stadt München umworben, wo über die Nachfolge des Intendanten der Münchner Kammerspiele, Dieter Dorn, zu entscheiden ist.Nach Informationen des Tagesspiegel ist damit zu rechnen, daß Kultursenator Radunski noch vor der angekündigten Pressekonferenz des Deutschen Theaters die Vertragsfrage mit Langhoff klären wird.Langhoff, der bisher eine Vertragsverlängerung erwog, will sich erst auf der Pressekonferenz öffentlich äußern. Tsp

Documenta-Chef für mehr Spaß in der Kunst

Eine Kunstschau mit Spaß hat der neue "documenta"-Chef Okwui Enwezor für das Jahr 2002 versprochen.Nach der von vielen als sperrig empfundenen "documenta X" unter der Leitung der Französin Catherine David kündigte der 35jährige Ausstellungsmacher vor Journalisten ein sinnlicheres "Museum der hundert Tage" an.Auf der nächsten Weltausstellung zeitgenössischer Kunst sollten Besucher unterschiedlichster Vorbildung und Altersstufen angesprochen werden.Wichtige Themen werden die Globalisierung der Kommunikation, die sich wandelnde Rolle der Nationalstaaten und der sogenannten Dritten Welt, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sein.Schon jetzt trat der in Nigeria geborene Kurator Erwartungen entgegen, er werde als Lobbyist für afrikanische Künstler auftreten."Davon bin ich weit entfernt."

Claus Peymann setzt für seine Indendanz am Berliner Ensemble vor allem auf neue Stücke, unter anderem von Peter Handke, Elfriede Jelinek, George Tabori, Peter Turrini und Franz Xaver Kroetz.Eröffnen wird Peymann seine erste Berliner Spielzeit im Herbst 1999 voraussichtlich mit einem Stück von Franz Xaver Kroetz über Petra Kelly und Gerd Bastian. Tsp

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dotiert mit 20 000 Mark, wird dieses Jahr dem englischen Historiker Eric J.Hobsbawm verliehen. AP

Der 89jährige Regisseur Elia Kazan ("Jenseits von Eden") soll bei der Vergabe der "Oscars" am 21.März mit einem Sonderpreis geehrt werden.

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