Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

München: Nida-Rümelin verteidigt Theater-Politik

In der Auseinandersetzung um die Vertragsverlängerung des Intendanten der Münchner Kammerspiele Dieter Dorn hat sich jetzt Julian Nida-Rümelin, Kulturreferent der Stadt München, zu Wort gemeldet: "Es gibt eine ganze Reihe von Argumenten, die für eine Vertragsverlängerung Dieter Dorns sprechen: die schwierige Umbauphase, die künstlerische Kontinuität.Aber er selbst gab mir zu verstehen, daß er sowohl über ein Ende wie eine Fortsetzung seiner Intendanz nachdenke.Deswegen habe ich bereits vor Monaten das Gespräch mit Baumbauer gesucht.Nach Baumbauers Worten würden für ihn nur zwei Bühnen in Frage kommen: die Kammerspiele und das Deutsche Theater - mit einer deutlichen Präferenz für die Kammerspiele".Zu den Vorwürfen Dorns, der in einem Brief behauptete, er sei Opfer eines "taktischen Spiels" geworden, erklärte Nida-Rümelin: "Dorn wußte nicht nur, daß Gespräche geführt wurden, er billigte sie sogar, nachdem er eine Vertragsverlängerung über das Jahr 2001 hinaus nicht garantieren wollte."

Peymann unzufrieden mit Berliner Kultur

Claus Peymann, Intendant des Wiener Burgtheaters und künftiger Leiter des Berliner Ensembles, kritisiert Berlins Kulturpolitik.In einem ARD-Interview sagte Peymann: "Es ist im Grunde schauerlich, daß man Milliarden in irgendwelche Wahnsinnsbauten steckt und um ein Milliönchen für die Berliner Opern oder für das Berliner Ensemble herumknausert".Als Intendant, versprach Peymann, werde er in Berlin Wert auf politische Signale legen.Ein Beispiel dazu sieht er in Peter Handkes jüngstem Drama "Die Fahrt im Einbaum" - Thema ist der Bosnien-Konflikt.Das Stück soll im Frühsommer, gegen Ende von Peymanns letzter Spielzeit am Burgtheater, uraufgeführt werden. Tsp /ADN

Immer teurer als geplant wird der Prestigebau der Pariser Nationalbibliothek.2,4 Milliarden Mark reichten nicht aus, erklärt jetzt der französische Rechnungshof.

Kritik am Kinofilm über die weltberühmte Cellistin Jaqueline du Pré üben britische Musiker.Der Film "Hilary and Jackie" verzerre das Bild der verstorbenen Kollegin, schreiben unter anderem Itzhak Perlman und Yehudi Menuhin in einem Brief an die "Times". AP

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