Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

SPD will Langhoffs Vertrag nach Wahlsieg verlängern

Die Berliner SPD will im Falle eines Sieges bei der Abgeordnetenhauswahl im Herbst Thomas Langhoffs Intendantenvertrag am Deutschen Theater bis 2003 verlängern."Thomas Langhoff hat als Intendant und Künstler unser volles Vertrauen und unsere ganze Unterstützung bei der Bewältigung der anstehenden Probleme", teilten die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Irana Rusta und der SPD-Parteivize Klaus Uwe Benneter am Freitag nach einem Gespräch mit Langhoff mit.

Sie warnten Kultursenator Radunski (CDU) davor, "durch eine übereilte Intendanten-Verpflichtung vollendete Tatsachen für das Deutsche Theater zu schaffen".Langhoff hatte bislang angekündigt, er werde auch bei einem Regierungswechsel in Berlin und neuen kulturpolitischen Konstellationen nicht mehr für das Intendantenamt zur Verfügung stehen.Radunski hat Langhoffs 2001 auslaufenden Vertrag nicht wieder verlängert.Thomas Langhoff war gestern zu einer Stellungnahme zu dem SPD-Vorstoß nicht zu erreichen. Tsp

Die "Zeitschneise": Weimars doppeltes Gesicht

Als erstes offizielles Projekt im Weimarer Kulturstadtjahr ist gestern die 1,3 Kilometer lange "Zeitschneise" eröffnet worden.Das freigeschlagene Waldstück verbindet den alten Dichtertreff Schloß Ettersburg mit dem ehemaligen KZ Buchenwald.Die Schneise stehe für den Gegensatz von Kultur und Barbarei in der europäischen Kulturhaupstadt Weimar, sagte der Leiter der KZ-Gedenkstätte Volkhard Knigge.In einer Wechselausstellung zeigen die Stiftung Weimarer Klassik und die KZ-Gedenkstätte Objekte am ursprünglich nicht dafür vorgesehenen Ort.Im einstigen KZ werden 250 Goethe-Zeichnungen gezeigt, im Schillermuseum 440 Fotos galizischer Juden, von denen über 300 in Buchenwald ermordet wurden.(Ein ausführlicher Bericht folgt in der morgigen Ausgabe.) Tsp

Die Schauspielerin Jutta Lampe erhält den mit 20 000 Mark dotierten Bensheimer Eysoldt-Preis.Die Auszeichnung ist ein Vermächtnis des 1981 in Bensheim gestorbenen Theaterkritikers Wilhelm Ringelband und als Ehrung für eine hervorragende schauspielerische Leistung an einer deutschsprachigen Bühne gedacht.

Auch Hörfehler sind Fehler: Im Jahr des Mauerfalls hatte "Sinn und Form" nicht eine Auflage von 48 000 Exemplaren, wie es in unserer gestrigen Glosse hieß, sondern nur von achteinvierteltausend.In fünfstellige Regionen, erklärt Chefredakteur Sebastian Kleinschmidt, gelangte das Blatt höchstens zu Zeiten der Weltjugendfestspiele.Tsp

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