Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Radunski zu Diskussion mit DT-Ensemble bereit

Berlins Kultursenator Peter Radunski (CDU) will sich mit dem Personalrat des Deutschen Theaters (DT) zu einem Gespräch über die Zukunft der Bühne treffen.Wenn gewünscht, werde sich Radunski danach auch mit dem Ensemble unterhalten, hieß es am Mittwoch aus der Kulturverwaltung.Zuvor hatte das Ensemble seinen Wunsch erneuert, mit Radunski diskutieren zu wollen.Auf der DT-Homepage ist die Seite "Langhoff 2003" eingerichtet worden.Dokumentiert werden die Vorgänge um den Intendanten. ADN/Tsp

Sarkuhi beklagt Schweigen zu Verfolgungen in Iran

Der in Deutschland im Exil lebende iranische Schriftsteller Faradsch Sarkuhi hat sich verbittert über das Schweigen europäischer Regierungen zu den Verfolgungen und jüngsten Morden in Iran geäußert.Auf einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin erinnerte Sarkuhi an das jüngste Verschwinden von drei Autoren in seinem Heimatland, die ermordet aufgefunden wurden."Wenigstens von einigen Regierungen hatte ich dazu offizielle Proteste erwartet", sagte Sarkuhi, denn die Situation in Iran verschlechtere sich weiter.(Ausführlicher Bericht folgt) Tsp

Deutschland gibt "Beutekunst" zurück

Ein 1943 aus der italienischen Botschaft in Berlin entwendetes wertvolles Gemälde, das jahrelang im Museum von Gifhorn gehangen hat, wird von Deutschland wieder an Italien zurückgegeben.Die "Schlacht des Konstantin" des Malers Johannes Lingelbach (1622-1674) gehört zu insgesamt 18 während des Krieges verschwundenen und nun wiedergefundenen Werken, über deren Rückgabe zwischen dem Bonner Auswärtigen Amt und Rom verhandelt worden ist.Dies erklärte der Kulturattaché der italienischen Botschaft in Bonn, Bruno Mocci, am Mittwoch.

Börsenverein des Buchhandels eröffnet Berliner Büro

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat am Dienstag ein Büro in Berlin eröffnet.Der Sitz des Börsenvereins ist Frankfurt am Main.Das Bonner Büro war vor kurzem nach 20 Jahren geschlossen worden.Bei der Eröffnung des Büros am Schiffbauerdamm bezeichnete es der Staatssekretär beim Bundeskulturbeauftragten, Knut Nevermann, als einen wichtigen Beitrag zum Föderalismus, daß der Börsenverein seinen Hauptsitz in Frankfurt am Main behält."Es muß ja nicht gleich alle Welt nach Berlin gehen." Der Berliner Kultursenator Peter Radunski (CDU) betonte, Berlin sei neben Frankfurt und Leipzig eine Literaturstadt mit Ausstrahlung, "ein Ort zum Schreiben".Hier lebten 1200 Autoren und 300 Übersetzer.Außerdem gebe es in der Bundeshauptstadt 250 Verlage und 300 Buchhandlungen.Zum Thema Buchpreisbindung meinte der Kultursenator: "In Berlin ist und bleibt die Ware Buch ein Kulturgut - unbestritten!" Das Büro wird von Maren Ruhfus geleitet.Zur Eröffnung kamen unter anderem der deutsche PEN-Präsident Christoph Hein, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sowie zahlreiche Berliner Verleger.

Gesine Weinmiller, deren Entwurf für ein Holocaust-Mahnmal in die Endausscheidung des laufenden Wettbewerbs gelangt war, hat das Verfahren scharf kritisiert."Daß aus einer Gruppe von vier gleichwertigen Arbeiten nur an einer weitergearbeitet wird - so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte die Berliner Architektin der "Woche".Ohne daß der Wettbewerb beendet oder entschieden worden wäre, hatte, wie berichtet, die Bundesregierung den Architekten Eisenman um die Umgestaltung seines Entwurfs gebeten.Zuvor hatten schon Daniel Libeskind und Jochen Gerz als aussichtsreiche Mitbewerber das Verfahren kritisiert. Tsp

Martin Wuttke, vielfach ausgezeichneter Schauspieler, wirft das Handtuch bei der Neuinszenierung von Heiner Müllers Shakespeare-Kommentar "Anatomie Titus Fall of Rome" am Berliner Ensemble (BE).Wuttke und der Regisseur Klaus Emmerich seien in einem "persönlichen Gespräch übereingekommen, die Arbeit nicht gemeinsam fortzusetzen", teilte das BE mit.Die Premiere, die ursprünglich für den 26.Februar geplant war, soll nun möglicherweise im März nachgeholt werden. Tsp

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