Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Steins "Faust"-Projekt: Berliner Schaubühne zieht sich zurück

Die Berliner Schaubühne hat ihre Unterstützung für das "Faust"-Projekt, das der Regisseur Peter Stein zur Expo 2000 plant, zurückgezogen."Stein wollte bis Januar eine definitive Zusage für die Beteiligung.Das war seriöserweise unmöglich", erklärte Schaubühnen-Sprecher Felix Schnieder-Henninger gegenüber dem Tagesspiegel.Über den Antrag der Bühne, die Mehrkosten für das Unternehmen über den Hauptstadtkulturfonds zu finanzieren, würde erst zur Jahresmitte entschieden.Für den Start des neuen künstlerischen Leiters, Thomas Ostermeier, und die "Faust"-Beteiligung hatte Schaubühnen-Intendant Jürgen Schitthelm einen Mehrbedarf von 2,6 Millionen Mark für das Jahr 2000 veranschlagt.1,7 Millionen Mark (700 000 für die Nutzung der Werkstätten, eine Million für das Abstellen von technischem Personal) für die "Faust"-Beteiligung.Gegenüber dem "Focus" äußerte Stein, der der Schaubühne von 1970 bis 1985 als künstlerischer Leiter vorgestanden hatte, die Vermutung, Ostermeier habe die Schaubühnen-Beteiligung verhindern wollen.Wie berichtet, will Stein "Faust - der Tragödie erster und Zweiter Teil" in Hannover, Berlin und Wien zur Aufführung bringen."Das Projekt ist nicht gefährdet", erklärte Expo-Kulturprogrammchef Tom Stromberg gegenüber dem Tagesspiegel: "Wir können jetzt, ohne die Widerstände, die wir in der Schaubühne spüren, noch streßfreier arbeiten." Inzwischen konkretisiert sich die Besetzung des "Marathon"-Spektakels.Neben Bruno Ganz (Faust), werden auch Robert Hunger-Bühler und Johann Adam Oest (beide Mephisto), Corinna Kirchhof (Helena) und Dorothea Hartinger (Gretchen) mitwirken. mmw

"Glöckner"-Premiere in Berlin am 5.Juni geplant

Die Weltpremiere des Disney-Musicals "Der Glöckner von Notre Dame" im neuen Musical-Theater am Potsdamer Platz in Berlin wird wie geplant am 5.Juni über die Bühne gehen.Die Uraufführung sei nicht gefährdet, erklärte ein Sprecher des Musical-Unternehmens Stella AG.Er wies Zeitungsberichte zurück, wonach das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten sei.Die Proben in New York und Berlin liefen auf Hochtouren.Für die erste Uraufführung eines Walt-Diyney-Musicals außerhalb der Vereinigten Staaten seien bereits mehr als 100 000 Karten verkauft worden.

Die Verlage Hugendubel und Ariston haben fusioniert.Durch den Zusammenschluß entsteht eine Verlagsgruppe mit einem Umsatz von 20 Millionen Mark. Tsp

Günther Fetzer scheidet auf eigenen Wunsch als Programmgeschäftsführer der Verlage Droemer, Knauer, Kindler und Lichtenberg aus.Er steht der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck weiterhin als Berater zur Verfügung.Fetzers Nachfolger wird Hans-Peter Übleis, bisher Programmgeschäftsführer der Verlagsgruppe Droemer Weltbild.Die Verlagsgruppe von Holtzbrinck und die Weltbild Verlags GmbH hatten sich zum Jahresbeginn zu einer Holding zusammengeschlossen. Tsp

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