Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Naumann: Neues Stiftungsrecht noch in diesem Jahr

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr ein neues Stiftungsrecht verabschieden.Verbessert werden sollen unter anderem die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, sagte Kulturstaatsminister Michael Naumann vor Kulturmanagern aus 18 Ländern Europas in Weimar auf einer Tagung der Bertelsmann-Stiftung.Es ginge dabei nicht um die Privilegien privater und interessengeleiteter Initiativen.Vielmehr stehe die Gemeinnützigkeit und das Gemeingut der Kultur im Mittelpunkt, sagte Naumann.Jährlich flössen, so Naumann, etwa eine Milliarde Mark privater Mittel in den Kulturbereich.Der Anteil der Wirtschaft liege bei etwa 500 Millionen Mark.Die Gelder setzten sich zusammen aus Spenden privater Haushalte, Förderungen durch Stiftungen und Sponsoring.Die finanzielle Hauptverantwortung für Kulturaufgaben müsse im staatlichen Sektor bleiben, sagte Naumann.Etwa 90 Prozent der Aufwendungen für Kultur entfielen derzeit auf die öffentliche Hand.

Newton wartet bei Berliner Fotografie-Museum ab

Der amerikanische Fotograf Helmut Newton hat seine abwartende Haltung zu dem in Berlin geplanten Centrum für Photographie bekräftigt."Mit einiger Verwunderung las ich die jüngsten Veröffentlichungen der deutschen Presse, die den Eindruck erwecken, ich hätte meine Meinung geändert und würde mein Archiv dem Centrum für Photographie spenden", schrieb Newton jetzt an den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann."Nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein", heißt es in dem am Donnerstag von Newtons Vertreter in Deutschland, der Galerie Rudolf Kicken (Aachen), einer Presseagentur übermittelten Brief Newtons."Meine Position hat sich nicht geändert.Ich werde die Nominierung des Direktors und die Darlegung der Ziele des Centrums für Photographie abwarten und erst danach meine endgültige Entscheidung treffen." Lehmann hatte nach der Sitzung einer internationalen Expertenrunde am Montag Newton erneute Gespräche über Details zum geplanten Centrum angeboten.

Der Fotograf Harry Callahan, der in seinen Bildern Präzision mit Experimentierfreude verband, ist im Alter von 86 Jahren gestorben.Der Amerikaner war nach eigenen Worten besessen vom Licht, von Linien und Raum und ihrem Zusammenspiel.

Die römischen staatlichen Museen und Ausgrabungsorte in Rom bleiben wegen des erwarteten großen Besucherandrangs über die Ostertage geöffnet. ADN

Das Goethe-Institut will ein neues Auslandsbüro in China eröffnen.Wie Generalsekretär Joachim Sartorius mitteilt, soll noch in diesem Jahr in der wirtschaftlich bedeutenden und politisch außerordentlich aufgeschlossenen chinesischen Metropole Shanghai ein Büro eingerichtet werden.Zusammen mit Peking und Hongkong sei das Institut dann im bevölkerungsreichsten Land der Erde an drei Orten vertreten.Damit erhöht sich die Zahl der Institute auf 136 in 76 Ländern, darunter 18 in Deutschland. ADN

Die Verfilmung eines Romans von Gabriel Garcia Marquez soll angeblich bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai uraufgeführt werden.Es handle sich um den Film "Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt" nach der 1961 entstandenen gleichnamigen Vorlage des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers, hieß es am Rande der Filmfestspiele in der mexikanischen Stadt Guadalajara.Die Pressestelle des Cannes-Filmfestivals wollte die Meldung am Donnerstag weder bestätigen noch dementieren.

Volker Ludwig und das von ihm geleitete Berliner GRIPS Theater erhalten den Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI).Die undotierte Auszeichnung wird jedes Jahr zum 27.März, dem Welttheatertag, verliehen.Ludwig wird als Begründer eines "emanzipatorischen Kinder- und Jugendtheaters" geehrt.Bisherige Preisträger waren unter anderem George Tabori, Klaus Michael Grüber, Thomas Langhoff, Tankred Dorst und William Forsythe. Tsp

Die osteuropäische Filmregisseurin Kira Muratowa ist am Abend mit dem Berliner Kunstpreis 1999 ausgezeichnet worden.Der mit 30 000 Mark dotierte Preis wird am 18.März in der Akademie der Künste zur Erinnerung an die Märzrevolution von 1848 verliehen.Die mit jeweils 10 000 Mark dotierten Förderpreise erhielten im Bereich Bildende Kunst der Objektkünstler Eran Schaerf (Berlin und Brüssel), im Bereich Baukunst der Architekt Mario Cucinella (Paris), im Bereich Musik der Komponist Christfried Schmidt (Berlin), im Bereich Literatur der Schweizer Autor Martin R.Dean (Basel), im Bereich Darstellende Kunst das Tanztheater aus der Zeche (Bochum) sowie im Bereich Film- und Medienkunst die Berliner Regisseurin Angela Schanelec.

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