Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Salzburger Osterfestspiele: Grüber & Abbado

Die Salzburger Osterfestspiele stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen von Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde".Mit einer Inszenierung des Musikdramas durch Klaus Michael Grüber wird das Festival am 27.März eröffnet.Unter der Leitung des künstlerischen Leiters der Osterfestspiele, Claudio Abbado, spielen die Berliner Philharmoniker, die Solisten sind Ben Heppner (Tristan), Deborah Polaski (Isolde), Matti Salminen (König Marke), Marjana Lipovsek (Brangäne) und Falk Struckmann (Kurwenal).Das Bühnenbild stammt von Eduardo Arroyo.Eine konzertante Aufführung der Oper mit derselben Sängerbesetzung war bereits im vergangenen November in der Berliner Philharmonie begeistert aufgenommen worden.Die Neuinszenierung wird auch noch am 5.April und im kommenden Jahr bei den Salzburger Festspielen zu sehen sein.

Ergänzt werden die Opernaufführungen durch Konzerte des Berliner Philharmonischen Orchesters mit den Dirigenten Bernard Haitink, Kurt Sanderling und Claudio Abbado und des Gustav Mahler Jugendorchesters unter Franz Welser-Möst.Die von Mitgliedern der Philharmoniker gestaltete Konzertreihe "Kontrapunkte" bringt diesmal unter anderem Werke von Schütz, Rihm, Crumb, Messiaen und Schubert.Gert Voss liest aus Rilkes "Cornet" und Thomas Bernhards Gedichte "In hora mortis".

Die mit jeweils 150 000 Schilling (etwa 21 000 Mark) dotierten diesjährigen Festspielpreise gehen an die Autorin Lulu Wang und den Komponisten Thomas Ades.Die Preise in den Kategorien Literatur und Komposition werden jährlich im Rahmen der Osterfestspiele an herausragende Künstler unter 40 Jahren vergeben.Die 1960 in Peking geborene, seit 1985 in Holland lebende Lulu Wang erhält die Auszeichnung für ihr Werk "Das Seerosenspiel" (Heyne-Verlag), in dem sie die Geschichte eines Mädchens erzählt, das zur Zeit der Kulturrevolution in China aufwächst.Thomas Ades, 1971 in London geboren, wird für sein Streichquartett "Arcadiana" ausgezeichnet.In Deutschland wurde er durch seine Oper "Powder Her Face" (1996, Magdeburg) bekannt. Tsp

Tag der offenen Tür am Berliner Deutschen Theater

Mit einem "Tag des Theaters" wirbt das Deutsche Theater in Berlin am Sonnabend um Publikum.Zu den rund 30 Veranstaltungen gehört auch eine Diskussion über die Zukunft der Bühne unter dem Titel "Blick nach vorn im Zorn" mit Intendant Thomas Langhoff sowie Schauspielern, darunter Inge Keller und Christian Grashof.Hintergrund ist die Entscheidung von Kultursenator Radunski, Langhoffs Vertrag nicht über das Jahr 2001 hinaus zu verlängern; sie hatte im Haus für heftigen Unmut gesorgt.In einer weiteren Gesprächsrunde soll über die Frage der Verantwortung der Politik für das Theater diskutiert werden.Zugesagt haben unter anderem Lutz von Pufendorf, Staatssekretär für Kultur, sowie der Berliner SPD-Spitzenkandidat Walter Momper.

Jost Hochuli, Schweizer Typograph und Buchgestalter, ist am Donnerstag mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet worden.Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee übergab dem 65jährigen die mit 20 000 Mark dotierte Ehrung für sein Werk, das nach Ansicht der Jury Individualität, Einfallsreichtum und Modernität ausstrahlt. AP

In Iran hat sich die Lage der Schriftsteller nach Ansicht des in Deutschland im Exil lebenden iranischen Autors Faradsch Sarkuhi verschlechtert.Nach den Parlamentswahlen habe sich die Vorzensur anfänglich zwar gelockert, die Verfolgung von freien Schriftstellern habe mittlerweile jedoch offen zugenommen, sagte Sarkuhi auf der Buchmesse in Leipzig.

Erich Loest hat einen neuen Roman mit dem Titel "Reichsgericht" angekündigt."Ich arbeite daran, das Buch wird aber erst in einigen Jahren erscheinen", sagte Loest auf der Leipziger Buchmesse.Thema des Romans ist das Leipziger Reichsgericht mit seinen Richtern, Angeklagten und berühmten Prozessen vom Ende des 19.Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

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