Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Bonner Reihe: Bildende Künstler als Musikmacher

"Musikwerke Bildender Künstler" präsentiert eine Reihe, die im Mai in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn startet.Aufgeführt werden in Zusammenarbeit mit den Freunden Guter Musik Berlin sowie der Berliner Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Kompositionen von international bekannten Bildenden Künstlern - ein Bereich, der in der Rezeption kaum Beachtung findet, wie die Kunsthalle mitteilte.Die musikalische Arbeit sei für die beteiligten Künstler aber von zentraler Bedeutung.Aufgeführt werden bis Ende kommenden Jahres Stücke von Hanne Darboven, Yves Klein, Hermann Nitsch sowie ein Opernprojekt von Lawrence Weiner und Peter Gordon.

Die Reihe beginnt am 4.Mai mit der Uraufführung der Komposition "Opus 38" von Hanne Darboven aus dem Jahr 1991.Die Künstlerin arbeitet seit Ende der 60er Jahre mit Zahlenadditionen nach Kalenderdaten, die sie in Zeichnungen und Büchern ausschreibt und in raumgreifenden Installationen präsentiert.Seit 1980 übersetzt sie die ihren Arbeiten zugrundeliegenden Zahlenkonstruktionen auch in musikalische Strukturen.Die Vertonung basiert auf einer direkten Umsetzung der Zahlen in Noten, die von Friedrich Stoppa transkribiert und instrumentiert wurden. ADN

Isaac Stern, der 78jährige amerikanische Geiger, hat seinen Deutschland-Boykott beendet und ist erstmals in das "Land von Bach und Beethoven" gekommen."Ich bin sehr neugierig zu hören, was die deutschen jungen Künstler von der musikalischen Tradition ihres Landes bewahrt haben", sagte Stern nach seiner Ankunft in Köln am Montag.Der aus der Ukraine stammende jüdische Amerikaner hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg geschworen, niemals in Deutschland künstlerisch tätig zu werden.Stern wird vom 8.bis zum 17.April in Köln einen Kammermusikkurs für junge, aber bereits ausgebildete Musiker im Aufbaustudium abhalten.Selbst ein Konzert zu geben, plant der Violinist allerdings nicht .

Die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst erfordert nach Darstellung des Deutschen Bühnenvereins im Theaterbereich höhere Subventionen.Der Tarifabschluß von 3,1 Prozent könne sonst nicht für die künstlerischen Mitarbeiter übernommen werden, erklärte der Bühnenverein vor Beginn der Tarifverhandlung an diesem Dienstag (30.März).Zu diesem Ergebnis sei eine Arbeitsgruppe von Theaterbetriebswirten und Verwaltungsdirektoren gekommen.In vielen Häusern seien die öffentlichen Zuwendungen in den vergangenen Jahren eingefroren worden, kritisierte der Verein am gestrigen Montag.

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