Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

2,6 Milliarden Mark für Ausbau Berliner Museen

Rund 2,6 Milliarden Mark sollen nach Angaben von Kultursenator Peter Radunski in den kommenden zehn Jahren in den Ausbau der Berliner Museumslandschaft fließen.Sowohl das Land Berlin als auch der Bund hätten bereits in der Vergangenheit trotz knapper Kassenlage beachtliche Mittel für den Aus- und Neubau sowie die Rekonstruktion von Museen aufgewendet, erklärte Radunski gestern.In dieser Legislaturperiode würden insgesamt 744 Millionen Mark verbaut.Gleichzeitig sei seit 1995 die Zahl der Besucher jährlich um rund 500 000 auf nunmehr etwa 7,5 Millionen gestiegen.Nie zuvor in der Geschichte der Stadt hätten die Berliner Museen in so kurzer Zeit einen solchen zahlenmäßigen und auch qualitativen Zuwachs verzeichnen können, so der Kultursenator.Auch im internationalen Vergleich gebe es keine andere Stadt, die mit einer entsprechenden Anzahl und Qualität vergleichbarer Museumsbauten und -wiedereröffnungen aufwarten könne.Diese "Renaissance der Museen" stelle für Berlin eine außerordentliche Chance dar.Mit der Eröffnung der Sammlung Berggruen und des Hamburger Bahnhofes, der Fertigstellung des Jüdischen Museums sowie der Einweihung der Gemäldegalerie und des Alliierten Museums seien "Glanzlichter" in der Museumslandschaft Berlins geschaffen worden. Tsp

Bund unterstützt Hauptstadtkultur mit 120 Millionen

Zur Förderung repräsentativer Institutionen wird der Bund bereits in diesem Jahr seinen Zuschuß für die Berliner Kultur von 60 auf 120 Millionen Mark anheben.Die Verhandlungen zwischen Bund und Berlin über den Einsatz der zusätzlichen Mittel der Hauptstadtkulturförderung für 1999 stehen nach Darstellung von Kultur-Staatsminister Michael Naumann (SPD) kurz vor dem Abschluß."Gemeinsam mit Kultursenator Radunski haben wir uns auch über die Verteilung der Mittel weitgehend verständigt" erklärte Naumann vor dem Kulturausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses.Der Minster betonte, die Planungen stünden allerdings unter dem Vorbehalt, daß der Bundestag dem Haushalt 1999 endgültig zustimme.Als förderungswürdig befunden wurden unter anderem das Jüdische Museum (8 Millionen), die Stiftung Deutsche Kinemathek (10 Millionen), das Haus der Kulturen der Welt (2,3 Millionen zu den bisher avvisierten 800 000 Mark), (vorwiegend russische) Ehrenmale (6 Millionen).Außerdem können das Berliner Ensemble und die Topographie des Terrors mit Zuschüssen rechnen.Weiter in die Details wollte Naumann nicht gehen, um nicht "Begehrlichkeiten zu wecken, bevor der Bundestag entschieden hat".Radunski ergänzte, der "Hauptstadtkulturfonds", aus dem bisher kleinere Projekte unterstützt wurden, werde mit zukünftig etwa 16 Millionen verdreifacht.Durch vertragliche Klauseln werde gesichert, daß die Mittel zweckbestimmt eingesetzt werden. Tsp

Beim " Kino für Kinder des Kosovo", einem Aktionstag der deutschen Filmwirtschaft am 6.Mai, kamen insgesamt 528 900 Mark zusammen, die nun an die Unicef überwiesen werden.Tsp

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich soll nach dem Willen der Landesregierung von Sachsen-Anhalt in die Weltkulturerbeliste der Unesco aufgenommen werden.Ein entsprechender Antrag sei beim Präsidenten der Kultusministerkonferenz gestellt worden, so Kultusminister Gerd Harms.

Reinhold Baumstark wird neuer Leiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.Der derzeitige Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums tritt am 1.August die Nachfolge von Peter-Klaus Schuster an, der nach Berlin wechselt.

" Zeitenwende - Wendezeit" heißt das Motto eines mit 10 000 Mark dotierten Theater-Autorenpreises, den die "Schweriner Volkszeitung" für ein neues Schauspiel über das Leben nach der deutschen Wiedervereinigung vergibt.Einsendungen sind bis zum 31.Dezember an das Mecklenburgische Staatstheater zu richten (Alter Garten, 19055 Schwerin), das die Uraufführung herausbringen wird.Tsp

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