Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Neue Stipendiaten des Berliner DAAD vorgestellt

Im jüngst bezogenen Wissenschaftsforum gab gestern der neue Leiter des Berliner Büros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Ulrich Podewils, die Stipendiaten des Künstlerprogramms für das Jahr 2000 bekannt.In der Sparte Bildende Kunst sind neben der Malerin Ann Veronica Janssens (Belgien) und der Bildhauerin Sophie Tottie (Schweden) vor allem Film- und Konzept-Künstler vertreten (Tacita Dean, Großbritanien, Pierre Huyghes, Frankreich, und Rodney Graham, Kanada).Janet Cardiff (Kanada) steht mit ihren Audio-Tours an der Grenze zur Klangkunst, die mit Ed Osborn und Ellen Fullman (beide USA) auch von der Musik-Jury berücksichtigt wurde.Mario Verandi (Italien, Birmingham) hingegen plant elektroakustische Kompositionen am Studio der TU.Geräuschhaft klingen die Vortragsperformances von Michèle Métail (Frankreich), die auf Einladung der Sparte Literatur in die Stadt kommt.Die Lyrikerin Zhai Yong-Ming setzt den China-Schwerpunkt des DAAD fort, bereits ins Deutsche übersetzte Autoren sind Laszló Darvasi (Ungarn), Carlos Franz (Chile) und Einar Kárason (Island).Halbjahresstipendien erhalten die Filmemacher Hyung-Sook Hong (Südkorea), Franco de Pena (Venezuela) und Lise Labby Raven (USA).

Grete Weil ist tot: Wie erst jetzt bekannt wurde, starb am 14.Mai die deutschjüdische Schriftstellerin wenige Wochen vor ihrem 93.Geburtstag in der Nähe von München.(Nachruf folgt) Tsp

Der spanische Architekt Santiago Calatrava erhält den Prinz-von-Asturien-Kunstpreis, dotiert mit rund 59 000 Mark.Zu seinen Werken zählen der Bahnhof von Lyon und die "Alamillo-Brücke" in Sevilla.

In den Streit um die Weimarer Ausstellung "Aufstieg und Fall der Moderne" hat sich jetzt auch die sächsische Akademie der Künste eingeschaltet.Akademie-Präsident Werner Schmidt forderte in einem offenen Brief Kunstminister Hans Joachim Meyer (CDU) auf, die aus Sachsen stammenden Bilder aus der Ausstellung zurückzuziehen.Nur so könnten die Künstler vor "Verunglimpfung" geschützt werden, betonte Schmidt.Zugleich verlangte er eine Prüfung juristischer Schritte gegen die Veranstalter der Ausstellung wegen "Verleumdung und übler Nachrede".Die Berliner Akademie der Künste hatte die Weimarer Schau bereits in der vergangenen Woche in scharfer Form kritisiert.Die Präsentation der Abteilung über DDR-Kunst sei ein "skandalöser Rückfall" in die "Abwertungsmuster" des Kalten Krieges, hieß es. epd

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