Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Harry Kupfer verläßt Komische Oper 2002: Homoki kommt

An der Komischen Oper geht im Sommer 2002 eine Ära zu Ende: Harry Kupfer, seit 1981 Chefregisseur des Berliner Musiktheaters, wird mit dem Auslaufen seines Vertrags am 31.Juli 2002 das Haus verlassen.Sein Nachfolger wird Andreas Homoki, der in den letzten Jahren mit seinen Inszenierungen des "Falstaff" und der "Liebe zu den drei Orangen" an der Komischen Oper große Erfolge verbuchen konnte.In der kommenden Spielzeit wird Homoki, einer der interessantesten Opernregisseure der jüngeren Generation, die Neuproduktion der "Lustigen Witwe" betreuen.Während Harry Kupfer seinen Mozart-Zyklus mit dem "Titus" komplettiert, debütieren in der Saison 1999/2000 Klaus Dieter Kirst (Staatsschauspiel Dresden) mit Verdis "Don Carlos" und der Nachwuchsregisseur Michael Schulz mit Puccinis "Manon Lescaut" an der Komischen Oper.Die erste Premiere der Spielzeit, die bereits am 16.August 1999 beginnt und erstmals elfeinhalb Monte umspannen wird, ist am 3.Oktober dem neuen Chefchoreographen des Hauses, Richard Wherlock, vorbehalten: Der 41jährige Engländer stellt sich mit "La fille mal gardée" vor und wird auch die beiden anderen Tanztheater-Premieren verantworten.Als Foyerproduktionen in Zusammenarbeit mit den Berliner Musikhochschulen sind eine Kinderoper von Maxwell-Davies und Weills "Mahagonny-Songspiel" geplant.Chefdirigent Yakov Kreizberg leitet neben "Titus" vier der acht Symphoniekonzerte, der erste koordinierende Kapellmeister Vladimir Jurowski wird bei "Don Carlos" am Pult stehen, sein Vater Michail leitet als Gast die "Lustige Witwe". F.H.

Der Europäische Filmpreis 1999 wird wieder in Berlin verliehen.Die Gala findet am 4.Dezember im Schiller-Theater statt und wird live übertragen, erklärte der Vorsitzende der Europäischen Filmakademie, Nik Powell.Auch 1999 soll es wieder einen Publikumspreis geben.Im vergangenen Jahr war der Europäische Filmpreis in London verliehen worden.

Das Pen-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland hat die Haltung des Internationalen Pen und seines Friedenskomitees zum Kosovo-Konflikt kritisiert.In einer gestern in London veröffentlichten Erklärung warf das Zentrum dem Internationalen Pen vor, Mord und Vertreibung durch die Belgrader Regierung mit den Nato-Luftangriffen auf serbische Ziele gleichzusetzen.

Der Museumsstreik in Frankreich hat beim Pariser Louvre nach zehn Tagen bereits zu 3,5 Millionen Franc (1,04 Millionen Mark) an Einnahmeverlusten geführt.Die Einbußen könnten in diesem Jahr nicht mehr ausgeglichen werden, gab die Museumsdirektion bekannt.Mehrere Projekte wie Renovierungsarbeiten und die Eröffnung neuer Ausstellungsräume müßten deshalb gestrichen oder aufgeschoben werden. AFP

Der Regisseur Einar Schleef und die Schauspielerin Dörte Lyssewski wurden gestern in Wien mit der Josef-Kainz-Medaille für die Spielzeit 1997/98 ausgezeichnet.Einar Schleef erhielt den jährlich verliehenen Theater-Preis für seine am Burgtheater gefeierte Aufführung von Elfriede Jelineks "Sportstück".

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