Kultur : Kurzmeldungen und Kulturnachrichten

Potsdamer Filmfest setzt auf junge Zuschauer

Trickfilme, Filme zum Thema Krieg, eine Corinna-Harfouch-Hommage und Kinderfilme nach Erich Kästner - das sind die Schwerpunkte des Potsdamer Filmfestes (8.-11. Juli). Außerdem gibt es eine Reihe aktueller Filme aus Berlin und Brandenburg; eröffnet wird das Festival mit Andreas Dresens beim Deutschen Filmpreis ausgezeichneten "Nachtgestalten". Vor allem junge Zuschauer sollen dies Jahr verstärkt angelockt werden, teilt Festival-Leiterin Heidrun Podszus mit, die mit mindestens 5000 Zuschauern rechnet. Insgesamt werden 70 Filme gezeigt, das Festival verfügt über einen Etat von 360 000 Mark. Der beste Spielfilm soll mit 10 000 Mark prämiert werden. Tsp

Ullstein-Buchverlage ziehen nach München

Die Buchverlage des Axel Springer Verlags werden künftig unter dem Namen Econ, Ullstein und List zusammengefaßt. Ullstein wird dabei mit unterschiedlichen Verlagsprogrammen in Berlin und München vertreten sein. Das beschloß der Verlagsvorstand "im Zuge der Neuordnung seiner Buchverlage", teilte der Verlag am Donnerstag mit. In Berlin soll demzufolge eine neue Programmeinheit gebildet werden, die aus den Verlagen Ullstein, Propyläen und Quadriga besteht. Die Verlage Ullstein Hardcover, Ullstein Taschenbuch sowie Gesundheit und Sportverlag werden nach München verlegt. Einige Mitarbeiter müssen aus Berlin nach München wechseln.

David Chipperfield saniert Leipziger Grassimuseum

Das Architektenbüro von David Chipperfield (Berlin/London) übernimmt die Bauplanung für die Sanierung des Grassimuseums Leipzig. Noch im Jahr 2000 solle mit den Maßnahmen begonnen werden, teilte das sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit. Für die erste Etappe sollen rund 60 Millionen Mark ausgegeben werden. Die Kosten würden je zur Hälfte vom Freistaat und von der Stadt Leipzig aufgebracht. Zum Grassimuseum gehören das städtische Museum für Kunsthandwerk Leipzig, das Museum für Völkerkunde Leipzig und das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Der Gebäudekomplex wurde 1925 bis 1928 gebaut.

Das Van Gogh-Museum in Amsterdam hat nach zehnmonatigen Umbauarbeiten am Donnerstag wieder geöffnet. In helleren und geräumigeren Galerien können Gäste unter anderem zu einer Zeitreise in die Pariser Schaffensperiode Vincent van Goghs in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts aufbrechen. Die Renovierung des alten Gebäudes war nötig geworden, weil es dem steigenden Besucherandrang nicht mehr gewachsen war. Ein ausführlicher Bericht der Ausstellung folgt. AP

Elie Borowski (85), jüdischer Kunsthändler aus Jerusalem, will Berlin ein neues Museum als Gegenpol zum geplanten Holocaust-Mahnmal stiften. Mit seiner umfangreichen Privatsammlung, die er für das Museum zur Verfügung stellen will, soll die positive Kraft der Gemeinsamkeiten von Judentum, klassischer Antike und Christentum hervorgehoben werden, wie der gebürtige Pole in Jerusalem erklärte. KNA

"Feindbild Serbien" heißt eine Podiumsdiskussion, zu der die Berliner Volksbühne am Sonntag, den 27. Juni, um 22.15 Uhr ins Sternfoyer einlädt. Mit dem Intendanten Frank Castorf und Gregor Gysi (PDS) diskutieren die Dramatikerin Biljana Srbljanovic und der Dramaturg Nenad Prokic aus Belgrad. Moderation: Ulf Kalkreuth. Tsp

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