Kultur : Kurzmeldungen

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KULTURNACHRICHTEN

Das Ballett der Semperoper in Dresden will an diesem Sonntag die durch das Hochwasser verordnete Zwangspause beenden. Im Dresdner Kulturpalast soll „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn aufgeführt werden; am 22. September geben die Chor und die Sächsische Staatskapelle Dresden in der Dresdner Kreuzkirche ein Konzert. dpa

Dresdens Alte Meister gehen auf Tour: Bilder der wegen Flutschäden geschlossenen Gemäldegalerie werden ab Dezember in Berlin im Alten Museum zu sehen sein. Die Eintrittsgelder kommen den Dresdner Museen zugute. Tsp

Damien Hirst, vielfach ausgezeichneter britischer Künstler, hat die Anschläge vom 11. September als „böse“, aber als „Kunstwerk“ bezeichnet. Man müsse den Terroristen gratulieren, sie hätten auf einer künstlerischen Ebene etwas erreicht, „was niemand jemals für möglich gehalten hätte“, wird Hirst im „Guardian“ zitiert. „Mit dem 11. September ist es so, dass das eine Art eigenständiges Kunstwerk ist. Es war böse, aber (...) visuell konstruiert.“ Der Anblick der in die Türme krachenden Flugzeuge sei „spektakulär“ gewesen: „Ich glaube, unsere visuelle Sprache hat sich geändert. Aus einem Flugzeug ist eine Waffe geworden. Als Künstler ist man ständig auf der Suche nach solchen Dingen.“ Seit seinen Installationen bei der Biennale von Venedig 1992 zählt Hirst zu den Stars der internationalen Kunstszene. 1995 erhielt er den Turner- Preis. dpa

Joshard Daus ist neuer Direktor der Berliner Sing-Akademie. Mitgliederversammlung und Vorstand haben den Leiter der „Europa-Chor-Akademie“ und Mainzer Musikprofessor am Dienstagabend gewählt. „Das ist eine umfangreiche Lebensaufgabe. Aber es ist fantastisch, diese Chance zu bekommen“, sagte Daus. Er wolle die „große Tradition“ des Chores wiederbeleben.dpa

Ein Bombenanschlag wurde in der Nacht zum Mittwoch auf das Büro der umstrittenen russischen Jugendbewegung „Gemeinsamer Weg“ in Moskau verübt. Der Sprengsatz zerstörte ein zwei Meter hohes Pappklo, in dem Aktivisten der Bewegung bei einer ihrer Aktionen Bücher des von ihnen angefeindeten Autors Wladimir Sorokin versenkt hatten. Außer zersprungenen Fenstern sei weiter kein Schaden angerichtet worden. Die Jugendbewegung habe den Bombenanschlag selbst inszeniert, vermutet Sorokins Verleger Alexander Iwanow. Der Vorsitzende des „Gemeinsamen Weges“, Wassili Jakimenko, wies den Verdacht zurück. Die Putin-getreue Bewegung hat gegen Sorokin ein Strafverfahren wegen angeblicher Pornografie in dessen Büchern angezettelt. Mit einer Gegenklage war Sorokin kürzlich gescheitert. dpa

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