Kultur : Kurzmeldungen

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Unlängst erst erhielt Candida Höfer den „Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“. Das Interesse am Werk der in Köln lebenden Fotografin nimmt spürbar zu. Dabei ist sie unter den Schülern des legendären Fotografen-Paares Bernd und Hilla Becher die beständigste. Ihr Interesse gilt seit jeher der unendlichen Vielfalt gebauter Räume. Ihre Lieblingsorte sind Museen und Bibliotheken – Orte, die die Hervorbringungen des menschlichen Geistes bewahren. Doch in Candida Höfers Fotografien fehlt: der Mensch. Stets zeigt die Documenta-Teilnehmerin „kollektiv geschaffene und verlassene Räume“, wie der Kunsthistoriker Wolfgang Kemp am Sonnabend anlässlich der Ausstellungseröffnung der Fotografin im Hamburger Jenisch-Haus ausführte, einem zauberhaften Schinkel-Bau hoch über der Elbe. Zu sehen sind die während eines Stipendienaufenthaltes in der Hansestadt entstandenen Ansichten (bis 16. März, Katalog 24 €). Dass darunter der Bibliotheksbau des ins Exil getriebenen Patrons der Hamburger Kunstwissenschaft, Aby Warburg, nicht fehlen darf, versteht sich beinahe von selbst. BS

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