Kultur : Kurzmeldungen

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KULTURNACHRICHTEN

Jörg Friedrichs neues Buch „Der Brand: Deutschland im Bombenkrieg 19401945“ (Propyläen Verlag, Berlin) wird von britischen Medien und Historikern scharf kritisiert. Die Dokumentation des Berliner Historikers lege nahe, Winston Churchill habe mit den massiven Bombenangriffen Kriegsverbrechen begangen. Der Historiker Correlli Barnett nennt das Buch eine „gefährliche Umschreibung der Geschichte“, dessen Ziel es sei, ein „moralisches Gleichgewicht zwischen den Verbrechen der Nazis und Churchills Unterstützung für Flächenbombardierungen“ herzustellen. Friedrich dazu: „Ich bin Historiker, eine Bewertung ist nicht meine Aufgabe.“ Er habe ausschließlich vorsätzliche Massaker an Zivilisten geschildert. „Die Briten selbst ziehen die Schlussfolgerung, dass Churchill ein Kriegsverbrecher war.“ Mark Connelly von der Universität Kent bestätigt, dass „die Bombardierung von Zivilisten absichtlich erfolgte“. Die Alliierten hofften damit, Deutschland zur Beendigung des Krieges zwingen zu können. Es sei an der Zeit, sich in Großbritannien und den USA selbstkritisch damit zu befassen. dpa

Der Deutsche Bühnenverein fordert eine Null-Runde für die Theater. Sonst bestünde die Gefahr, dass komplette Häuser schließen müssten, so Bühnenvereins-Direktor Rolf Bolwin. Auch fokussiere sich die Kulturpolitik zu sehr auf Berlin. Es gehe um die gesamte deutsche Theaterlandschaft. dpa

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