Kultur : Kurzmeldungen

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The Notwist: „Neon Golden“ (City Slang)

Zehn schillernd schöne Songkunstwerke hat das Quartett aus Weilheim in Monate langer Kleinarbeit geschaffen. Die Platte stellt ihre Schlauheit und Vertracktheit nie aus, sondern entscheidet sich letztlich immer dafür, im besten Sinne Pop zu bleiben.

Röyksopp: „Melody A.M.“ (Virgin/EMI)

Torbjorn Brundtland und Svein Berge haben mit ihrem Debüt Norwegen wieder auf die Popweltkarte gebracht. Zu ihrem warmen, leicht triphoppigen Sound kann man prima Chillen, Tanzen, Abwaschen, Autofahren.

Meshell Ndegeocello: „Cookie: The Anthropological Mixtape“

(Maverick)

Nach einem balladesken Album ist Ndegeocello zu einem erdigen, reduzierten Sound zurückgekehrt. Es ist nicht ganz leicht sich in diese Platte hineinzufinden, aber es lohnt sich. Und der Bass groovt wie immer.

Patti Smith: Land 19752002 (Arista/BMG).

Für die erste CD des Doppelalbums haben Fans ihre Lieblingssongs gewählt, auf der zweiten gibt es Unveröffentlichtes und Liveaufnahmen. Dazu hat Smith ein schönes und interessantes Booklet gestaltet.

Queens of the Stone Age: „Songs for the Deaf“ (Interscope/Universal)

Eine Wiedererweckung! Endlich mal ein überzeugendes Update für den Grunge: brachial, melodisch, unignorierbar.

Marius Müller-Westernhagen: „In den Wahnsinn“ (Warner)

Außer peinlichen Rebellenposen fällt diesem Bundesverdienstkreuzträger leider gar nichts mehr ein.

Sleater Kinney: „One Beat“ (Kill Rockstars)

Die Riot-Grrrl-Ikonen werden immer besser: Präzise gebündelt schießt ihre Energie aus zwölf großartigen Songs. Diesmal sind sogar Streicher dabei - ein Bass wird immer noch nicht gebraucht.

Bernadette La Hengst „Der beste Augenblick in deinem Leben“

(Trikont)

Das Solodebüt der Ex-Braut ist ein rundum gelungenes Popkunstwerk: von Achtzigersound über Balladenmelancholie bis Schlagerkitsch. Der Titelsong ist ein echter Superhit!

Michelle Shocked: „Deep Natural“ (Mighty Sounds)

Die Singer/Songwriterin aus Texas hat Gott und Gospel gefunden. Ihr ist ein tiefes, wahres und sehr abwechslungsreiches Doppelalbum gelungen.

Johnny Cash: „The Man comes around“ (Lost Highway)

Teil vier der American Recordings wirkt fast wie ein Abschiedsgruß. Sehr jenseitig und doch kraftvoll. Wer dieses Album gehört hat, vergisst seine Feinde und erinnert sich an die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

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