Kultur : Kurzmeldungen

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HÖRTEST

KLASSIK

Das Vorbild ist unverkennbar: Seit 1994 wandeln „Die 14 Berliner Flötisten“ auf der Erfolgsspur der legendären 12 Cellisten. Angeführt vom Berliner Philharmoniker Andreas Blau zeigen die Virtuosen, dass ihre Instrumente vom Piccolo bis zur mannshohen Kontrabassflöte durchaus auch mal ein komplettes Orchester ersetzen können. Das hat live Schauwert, kommt aber auf der CD „Dancing Flutes“ (DG Gold, Darbringhaus und Grimm) nicht ganz ans Vorbild heran: Weil sich die Arrangeure anders als bei den Cellisten zumeist mit bloßen Adaptionen der Klassikhits zufrieden geben, anstatt für die außergewöhnliche Formation raffinierte, genuin flötenspezifische Klangbilder zu entwerfen. Andererseits: „Vergnüglich“, wie das Cover verspricht, sind die Versionen toller Tänze von Bizet bis Bernstein trotzdem.F.H.

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