Kultur : Kurzmeldungen

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KULTURNACHRICHTEN

Die Verlagsgruppe Dornier gibt ihren Standort Berlin zugunsten von Stuttgart auf. Die Verlage Theseus, Lüchow und Urania ziehen von der Spree an den Neckar um, wo mit dem Kreuz Verlag bereits das umsatzstärkste DornierUnternehmen beheimatet ist (Gesamtumsatz 2001: 35 Mio. DM). Von den 22 Berliner Mitarbeitern erhalten 12, darunter die beiden Auszubildenden, ein Umzugsangebot. Knapp 40 Mitarbeiter wird die Verlagsgruppe Dornier dann in Stuttgart beschäftigen. Geschäftsführer Olaf Carstens will interne Arbeitsabläufe optimieren und Reisekosten sparen. Die mit religiösen und esoterischen Titeln erfolgreiche Verlagsgruppe ist im Besitz von Silvius Dornier, einem Erben der Flugzeughersteller. Erst im Dezember hatte sie die Schließung der ehemaligen DDR-Verlage Henschel (Berlin), E.A. Seemann und Edition Leipzig (beide Leipzig) für Ende März bekannt gegeben. pla

Altbundeskanzler Helmut Kohl hat sich für die Errichtung eines Romano-Guardini-Stiftungslehrstuhls an der Berliner Humboldt-Universität ausgesprochen. „Wo, wenn nicht hier“, sagte Kohl bei einer Veranstaltung der Adenauer-Stiftung in Berlin. Romano Guardini lehrte von 1923 bis zur Aufhebung der Professur durch die Nationalsozialisten 1939 als einziger katholischer Theologe an der Berliner Universität „Religionsphilosophie und katholische Weltanschauung“. KNA

Ulrich Schneider wird neuer Direktor des Frankfurter Museums für angewandte Kunst. Schneider ist derzeit Direktor der Museen der Stadt Aachen. Der bisherige Direktor James Bradburne war Ende 2002 auf eigenen Wunsch ausgeschieden. dpa

Der Regisseur Christoph Schlingensief hat die Kritiker gebeten, zur Premiere seines Stücks „ Atta Atta – Die Kunst ist ausgebrochen!“ in der Berliner Volksbühne nicht zu erscheinen. In seinem Brief an die Redaktionen heißt es: „Hiermit möchte ich Sie recht herzlich bitten, nicht zu meiner Premiere zu kommen, da wir sonst nicht denken können.“ Eine Sprecherin des Theaters sagte, es bleibe bei dem Premierentermin 23. Januar und auch die reservierten Pressekarten behielten ihre Gültigkeit. dpa

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