Kultur : Kurzmeldungen

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Der Vorgang ist selten – und selten schön: Ein sperriger, politischer, kleiner Dokumentarfilm macht unter den Top 20 des deutschen Kinogeschäfts leise, aber unaufhaltsam Karriere. In der vergangenen Woche hat Michael Moores „Bowling for Columbine“ nach fast einem Vierteljahr in den Kinos nicht nur nochmal von Platz 12 auf Platz 9 zugelegt, sondern die für Dokumentarfilme kaum je erreichbare Schallmauer von einer halben Million Zuschauer durchbrochen. Man möchte „Tusch!“ rufen, wenn der Anlass nicht so ernsthaft wäre. Die stete Nachfrage nach diesem Film, der den auch privaten Waffenwahn der Amerikaner untersucht, erklärt sich aus einer politischen Dauerstimmung, die geprägt ist vom bevorstehenden Waffengang Amerikas gegen Irak. Der Film enträtselt das BushAmerika nicht mit einer griffigen Antwort, aber er bietet Ansätze. Und das ist, so zeigt die Resonanz, schon viel. jal

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