Kultur : Kurzmeldungen

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HÖRTEST

OPER

Am 6., 9. und 12. Juni ist sie noch an der Deutschen Oper Berlin zu erleben. In Rossinis „Semiramide“ zeigt Jennifer Larmore, wofür sie berühmt ist: stimmliche Virtuosität und enorme Bühnenpräsenz. Auf ihrer CD „L’étoile“ (Teldec) blickt sie gen Zukunft. Die dramatischen Rollen des französischen Repertoires könnten für die Amerikanerin der nächste Karriereschritt sein. Ihre Diktion ist perfekt, der Atem weit genug für die langen Melodiebögen. Trotzdem wirken Charlotte, Dalila und die BerliozHeldinnen irgendwie zu schwerblütig für ihren Mezzo. Jennifer, bitte bleib noch lange beim Belcanto! F.H.

CROSSOVER

Die Aka-Pygmäen drehen sich ständig im Kreis: Wiederholung und Variation bestimmen die Musik des zentralafrikanischen Volkes. Das verbindet sie mit der „Minimal Music". Pierre-Laurent Aimard konfrontiert auf „African Rhythms“ Klavierwerke von Steve Reich und György Ligeti mit Aka-Gesängen: Keine Pause zum Atmen, keine Ruhe zum Erholen. Wie ein Mosaik fügen sich die Stücke zueinander, aus dem akustischen Puzzle wird im Zusammenklang ein „Fest im Zeichen von Rhythmus und Puls“. Auch wenn letzerer nach dem Hören ein wenig unregelmäßig sein könnte (Teldec). ksch

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