Kultur : Kurzmeldungen

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HÖRTEST

ROCK

Die Stereophonics verkaufen in Großbritannien inzwischen mehr CDs als Oasis, im Rest der Welt gelten sie immer noch als Geheimtipp. Mit „You Gotta Go There To Come Back“ (V2), ihrem fünften Album, könnte das jetzt anders werden. Denn neben ordentlichem, nicht weiter aufregendem Gitarrenrock enthällt die Platte auch einige wunderbar relaxte Balladen und mindestens eine Nummer, die das Zeug zum Hit hat: die erste Auskopplung „Maybe Tomorrow“, ein Stück voller Soul und Sex. Das Trio um den raukehligen Sänger Kelly Jones stammt aus einem walisischen Kaff mit dem unaussprechlichen Namen Cwamanan. Vielleicht erinnert ihr Indierock deshalb an die Manic Street Preachers. chs

KAMMERMUSIK

Es ist schon außergewöhnlich, wenn Fernsehsender jungen Kammermusikensembles eigene Dokumentationen widmen. Im Fall des WandererT rios haben die Produzenten von arte den richtigen Riecher gehabt (heute, 19 Uhr): Die Franzosen haben das Zeug, in die Fußstapfen des legendären Beaux Arts Trios zu treten – bei ähnlicher Temperamentsverteilung: Das quirlige, antreibende Klavierspiel sorgt für klassische Formklarheit, die Geige für romantische Emphase und das Cello für Gewichtigkeit und Tiefe. Kein Wunder, dass mit diesem neuen Traumtrio auch Evergreens wie Franz Schuberts „Forellenquintett“ (harmonia mundi) frisch und außergewöhnlich klingen und man mehr über diese Wonderboys wissen will. jök

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