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Kultur : Kurzmeldungen

Frank Noack

CITY LIGHTS

Eine fragwürdige Faschismustheorie ist die sexualpathologische. Man findet sie in vielen Filmen von italienischen Meistern, bei Roberto Rossellini („Rom, offene Stadt“), Luchino Visconti („Die Verdammten“), Pasolini („Die 120 Tage von Sodom“) oder Bertolucci („Der große Irrtum“). Sie folgen der Ansicht, Faschisten seien durch sexuelle Deviationen gekennzeichnet, entweder zu verklemmt oder zu lüstern oder beides zugleich. Sie denken mehr ans Feiern als an Politik und richten dennoch politischen Schaden an. Eine merkwürdig puritanische Argumentation. Marcello Clerici, Protagonist von Bertoluccis Der große Irrtum (1970) wird als Kind sexuell belästigt und tötet, wie es scheint, seinen Verführer. Als Erwachsener (Jean-Louis Trintignant) sehnt er sich nach Normalität und wird im faschistischen Italien zum idealen Mitläufer. So weit, so gut, so glaubwürdig. Aber Bertolucci glaubte, die Romanvorlage von Alberto Moravia um eine lesbische Nebenhandlung anreichern zu müssen. Die Moral: Sexualität führt ins Verderben. Paradoxerweise hat er dabei eine Tango-Sequenz zwischen Dominique Sanda und Stefania Sandrelli so virtuos inszeniert, dass seitdem keine Studie über lesbische Frauen im Kino ohne Hinweis auf diesen Tango auskommt. (Sonntag im Arsenal)

Es gibt auch Klischees über den nationalsozialistischen Film: alles Propaganda oder Ablenkungsmanöver. Ignoriert werden dabei solche Werke, die auf unspektakuläre Weise den Alltag darstellen, wie Mann für Mann (1939) von Robert A. Stemmle. Zwar geht es um den Bau der Reichsautobahn, aber Stemmle ignoriert die Parteigenossen und erzählt aus der Sicht der Arbeiter (darunter Gustav Knuth. (Heute im Filmmuseum Potsdam)

Die berühmteste untreue Frau der Weltliteratur dürfte neben Emma Bovary die Russin Anna Karenina sein. Aus ideologischen Gründen (Individualismus!) konnte Tolstois Roman Jahrzehnte lang nur im westlichen Ausland verfilmt werden, mit Greta Garbo oder Vivien Leigh. Erst 1968 brachte Alexander Sarchi eine russische Adaption heraus, mit Tatjana Samoilowa in der Hauptrolle und einer spektakulären Ballszene. Fragt sich nur, welche Fassung hier läuft: Der westdeutsche Verleiher fand die Originalmusik nicht russisch genug und beauftragte den österreichischen Komponisten Erwin Halletz mit einer „russischeren“ Musik. (Sonnabend, Dienstag und Mittwoch in der Börse)

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