Kultur : Kurzmeldungen

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KULTURNACHRICHTEN

Die Berliner Staatsoper wehrt sich gegen die Opernstiftung für die drei Berliner Opernhäuser. Intendant Peter Mussbach kritisierte vor dem Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses das Gesetz, das am 1.1.2004 in Kraft treten soll. „Alle drei Opern werden ihr Profil verlieren“, sagte er und prophezeite „ein Schlachtfeld um Kompetenzen und Geld“. Letzte Konsequenz werde die Fusion von zwei Opernhäusern sein. Außerdem warnte Mussbach vor der Installierung eines Generaldirektors als verkapptem Generalintendanten. Der Vorsitzende des Fördervereins, Peter Dussmann, befürchtet deshalb sogar einen Weggang von Daniel Barenboim. Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grünen) spricht von einem „Etikettenschwindel“; die „künstlerische Eigenständigkeit“ der drei Institute sei unter einem Dach in Frage gestellt. Kultursenator Thomas Flierl (PDS) verteidigte den Gesetzentwurf als Modell für eine „produktive Konkurrenz“ unter den Opernhäusern. Auch die Vertreter der Komischen Oper, Intendant Andreas Homoki und Operndirektor Per Boje Hansen, begrüßten die Stiftung. Die kommissarischen Leiter der Deutschen Oper, HeinzDieter Sense und Peter Sauerbaum, sprachen von künstlerischen Konsequenzen aus den bis 2009 avisierten Sparauflagen: Um mehr Einnahmen zu erzielen, müsste sich der Spielplan Oper gravierend ändern. Weitgehend unbeantwortet blieben bei der Anhörung Fragen nach der Autonomie der zu gründenden BallettGmbH unter Leitung von Staatsopern-Ballettchef Vladimir Malakhov. lem

Unbekannte Texte von Bertolt Brecht sind in der Schweiz gefunden worden, darunter zwölf weitere „Geschichten von Herrn Keuner“, aber auch Bühnenmanuskripte und Skizzen. Der Berner Literaturwissenschaftler Werner Wüthrich fand sie im Januar 2002 in Zürich, bei den Recherchen zu einem Buch über Brechts Exilzeit. Wegen Erbrechtsfragen sind die Fundstücke bisher nicht zur Veröffentlichung freigegeben. dpa

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