Kultur : Kurzmeldungen

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HÖRTEST

CROSSOVER

Es tut einem nicht nur in den Ohren, sondern auch im Herzen weh: Was Luciano Pavarotti auf seiner neuen CD präsentiert, ist pure PizzeriaHintergrundmusik, KommerzPop der höchsten Kitsch-Stufe (Decca). Ein Orchester, das so natürlich klingt wie ein Synthesizer, schmachtet, schnulzt und schunkelt durch 13 Titel – und über dem klanglichen Elend erhebt sich ein nicht gerade taufrischer Tenor. Seine Schallplattenfirma habe ihn seit Jahren um so ein Album gebeten, rechtfertigt sich Big P. im Beiheft. Auch so kann man sich seinen Ruf als strahlendste lyrische Stimme des 20. Jahrhunderts ruinieren. Den Fans des Opernsängers Pavarotti bleibt da nur eins: die Ohnen auf Durchzug stellen. F.H.

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