Kultur : Kurzmeldungen

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KULTURNACHRICHTEN

Wiebke Puls vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg hat gestern den BoyGobert-Preis 2003 erhalten. Bei einer festlichen Matinee im Thalia Theater nahm die Preisträgerin die Auszeichnung für Nachwuchsschauspieler entgegen. Die mit 8000 Euro dotierte Ehrung wird seit 1981 jährlich von der Körber-Stiftung vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem Ulrich Tukur, Stefan Kurt, Susanne Lothar und Fritzi Haberlandt. Gegenwärtig steht Puls als „Olga“ in Tschechows „Drei Schwestern“ auf der Bühne. Die 1973 geborene Puls kam im Jahr 2000 zusammen mit ihrem Mann, dem Schauspielhaus-Intendanten Tom Stromberg, nach Hamburg. Die Jury würdigte ihre „reife und vielseitige schauspielerische Leistung in den zurückliegenden Jahren“. dpa

Per Olov Enquist hat für sein erzählerisches Gesamtwerk gestern den mit 15000 Euro dotierten Nelly-Sachs-Literaturpreis der Stadt Dortmund erhalten. Der 1934 in Nordschweden geborene und heute in Stockholm lebende Enquist zählt zu den bedeutendsten Autoren seines Landes. In deutscher Übersetzung erschienen die Romane „Der Besuch des Leibarztes“, „Der fünfte Winter des Magnetiseurs“, „Lewis Reise“ und in diesem Jahr sein erstes Kinderbuch „Großvater und die Wölfe“. epd

Der Roman eines Schicksallosen des ungarischen Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész, wird verfilmt. Die Dreharbeiten für die Geschichte über einen 15-jährigen jüdischen Jungen, der nach Auschwitz und Buchenwald deportiert wird und den Holocaust überlebt, beginnen am 15. Dezember. Regisseur ist der Ungar Lajos Koltai, der für seine Arbeit als Kameramann unter anderem mit István Szábo einen Oscar erhielt. Die Filmmusik komponiert Ennio Morricone. Drehbuchautor ist Kertész selbst, das Script ist 2002 im Suhrkamp Verlag unter dem Titel „Schritt für Schritt“ erschienen. Gedreht wird an Originalschauplätzen in Thüringen und Budapest, in ungarischer Sprache. Das Budget umfasst 10 Millionen Euro. Für Kertész steht in der Filmfassung der „Verlust der Persönlichkeit“ im Vordergrund, da sich die Schicksallosigkeit im Film nicht darstellen lasse, sagte der Autor am Samstag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Er wolle eng mit dem Regisseur zusammenarbeiten, ihm aber alle künstlerischen Freiheiten lassen. Tsp

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