Kultur : Kurzmeldungen

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Yeah Yeah Yeahs:

„Fever to tell“

(Polydor/Universal)

Wenn dieses Jahr eine Band den Rock gerettet hat, dann dieses Trio aus New York. Die unglaubliche Karen O. und ihre Jungs haben mehr Feuer, Sex und Power in ihren Songs als jede andere Retro-Garagenband.

Kings of Leon:

„Youth and young Manhood“ (RCA/BMG)

Frühreif: Das Debüt dieser Familiencombo aus Tennessee besticht durch abgezockten Countryrock-Boogie und den sehr lässigen Gesang von Caleb Followill.

Zoot Woman:

„Zoot Woman“

(Wall of Sound/EMI)

Die drei Briten halten mit ihrem zweiten Album das Niveau des fantastischen Debüts „Living in a Magazin“ (2001) und dürfen sich jetzt als die unumstrittenen Könige des Eighties-Pop fühlen.

Ani DiFranco:

„Evolve“ (Righteous Babe Records/Indigo)

Die Singer/Songwriterin hat sich wieder extra viel Mühe mit dem Booklet und dem Pappcover gegeben. Erstklassig ist auch der Inhalt: DiFranco perfektioniert ihr Folk- Funk-Jazz-Amalgam.

Kevin Blechdom:

„Bitches without britches“ (Chicks on Speed Records)

Superwitzig: Die amerikanische Teilzeitberlinerin Kristin Erickson spielt Beats’n’Banjo und singt dazu durchgeknallte Texte – klingt wie eine Hühnerfarm auf Kokain.

Alexander:

„Take your Chance“ (BMG)

Dieses schleimige „Superstar“-Bürschchen passt gut zu dem mediokren Plastik-Pop, den Dieter Bohlen für ihn zusammenstoppelt.

Vic Chesnutt:

„Silver Lake“ (Sony)

„I’m tired of bleeding for no good reason“: Perfekter Soundtrack für schwarze Stunden vom größten amerikanischen Singer-Songwriter- Schmerzensmann. Hilft gegen Selbstmitleid, Liebeskummer und sonstige Verzweiflungen.

Meshell Ndegeocello: „Comfort Woman“ (Maverick)

Ein Liebesbrief in zehn Songs: samtig, bassig und wunderschön. Da vergisst man glatt, dass das Wasser langsam kalt wird.

Kristin Hersh:

„Grotto“ (4 AD)

Eine Platte für alle, deren Mutter nicht mehr lebt. Die sparsam instrumentierten Exkursionen in vereiste Seelenlandschaften lassen viel Raum sich an sie zu erinnern.

Blumfeld: „Jenseits von Jedem“ (Wea)

Bei Jochen Distelmeyers Kirchentags-Lyrik wird jeder Feind weich.

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