Kultur : Kurzmeldungen

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Mozart: Sinfonien Nr. 39 41, Jos van Immerseel (Zig Zag Territories)

Immerseel zeigt in seiner revolutionären Neuaufnahme, dass Mozart in seinem sinfonischen Dreigestirn die Verschmelzung von italienischer Oper, französischer Pracht und deutscher Gelehrsamkeit gelang!

Janine Jansen (Decca) Auf ihrer Debüt-CD adelt die junge Niederländerin selbst solche Schmachtfetzen wie Saint-Saens’ „Havanaise“ und das Thema aus „Schindlers Liste“ mit untadeligem Stilgefühl und erlesenem Geigenton – und zeigt, dass sie nicht bloß eine Virtuosin , sondern auch eine Künstlerin ist.

Avison, Konzerte nach Scarlatti (alpha)

Avisons raffinierte Bearbeitungen machen aus Scarlattis Cembalosonaten die mitreißendsten Concerti grossi des gesamten Barock. Und die Musiker der französischen Truppe Café Zimmermann spielen mit überschäumendem Drive.

Bach: Weihnachts- oratorium (Channel Classics)

Feststimmung für Auge und Ohr: In der edlen Samtbox steckt nicht nur die ausgezeichnete Neuaufnahme des Niederländischen Kammerchors, sondern auch ein prächtiges Büchlein mit Weihnachtsdarstellungen seit dem Mittelalter.

Donizetti: Roberto Devereux (Opera rara)

In dem Live-Mitschnitt aus London leiden, schmachten und strahlen José Bros, Nelly Miricoiu und Sonia Ganassi, als hinge ihr Leben vom Jubel des Publikums ab. Der Belcanto lebt!

Beethoven: Klavierkonzerte, Harnoncourt, Aimard (Teldec)

Beethoven als Sektionsbefund: Zwei große Künstler spielen im toten Klangraum beharrlich aneinander vorbei. Wie konnte so etwas passieren?

Beethoven: Die Sinfonien, Rattle, Wiener Philharmoniker (EMI)

Freude, schöner Götterfunke: Sir Simon versöhnt die Wiener Philharmoniker mit der historischen Aufführungspraxis und zeigt, wie Beethoven im 21. Jahrhundert klingen muss.

Charles Koechlin: Les Heures Persanes (Chandos)

Zu den meditativen Klavierstücken des französischen Impressionisten träumt man sich die Welt von 1001 Nacht herbei. Am besten zu genießen mit Räucherstäbchen und Wasserpfeife.

Mozart: Night music (harmonia mundi)

So quicklebendig wie von Andrew Manze hat Mutti ihre geliebte „Kleine Nachtmusik“ garantiert noch nie gehört! Und außerdem habe ich ihre alte Karajan-Aufnahme letztes Jahr klammheimlich aus-

rangiert.

Dyson: Quo vadis (Chandos)

Mit allem nachromantischen Bombast mahnt Dysons wunderbar schwerblütiges Oratorium zu Besinnung und innerer Einkehr. Wenn das den Feind nicht zum Nachdenken bringt, weiß ich auch nicht weiter.

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