Kultur : Kurzmeldungen

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Brigitte Fassbaender: Zigeunerlieder (EMI)

Einzig bei Ludwig Beck

in München soll im Sommer schon einmal ein kleiner Stapel mit dem aufregendsten und sinnlichsten Liedgesang der 70er und 80er Jahre gelegen haben. Der Rest der Welt muss sich bis nächstes Jahr gedulden. Aber das schaffen wir.

Atrium String Quartet (EMI)

So cool hat man Mozart, Tschaikowsky und Schostakowitsch selten gehört. Die jungen St. Petersburger spielen ein perfektes Debüt und verweigern jeden Kniefall vor „Mütterchen Russland“. Fast fröstelt’s einen beim Zuhören ein bisschen.

Friedrich Gulda: The Complete Musician (Amadeo)

Der alte Schwerenöter, der am liebsten mit knackigen GoGo-Girls die Hüften schwang, spielt hier Bach und viele andere und begleitet sich singenderweise selbst. Ein Muss für alle Fans des echten Wiener Schmäh.

A Tribute to Kathleen Ferrier (Decca)

Der britischen Altistin, der man hätte einen Apfel bis hinunter in den Kehlengrund werfen

können, zum 50. Todestag – und allen Freunden historischer Sangeskunst zur wehmütigen

Erbauung.

Chaya Czernowin: Shu Hai practises javelin (mode)

Das Schönste, sagt die Komponistin, sei für sie, „in die innere Dunkelheit zu sehen“. Dort entdeckt sie dann allerlei Röntgenhaftes, Schauriges, Gegenwärtiges. Und plötzlich gehört Neue Musik zum Leben.

Wahre Seelenverwandtschaft zeigt sich da, wo man Abneigungen und Aversionen miteinander teilt. Insofern kann, nein: darf, nein: muss ich dem Kollegen Königsdorf an dieser Stelle aus vollem Herzen Recht geben.

Vladimir Horowitz (DG)

Wenn nichts mehr hilft, hilft Horowitz: mit seiner unbestechlichen Souveränität, seiner Freundlichkeit. Ein bisschen altmodisch und betulich klingt dieses Spiel schon – aber wer wollte sich darüber ernsthaft

beklagen?

Trio di Bassetto: Mozart in Prague (harmonia mundi)

1791, Mozarts letztes Jahr, und können wir uns vorstellen, wie die Menschen damals, äh, gerochen haben? Zu Arrangements aus „Titus“ und diversen Divertissements wäscht man sich noch einmal so gründlich.

Ich weigere mich, meine Mutter hier zum wiederholten Male öffentlich zu denunzieren. Meine Mutter mag, was ich mag, und ich mag, was meine Mutter mag. Das war schon immer so und daran wird sich auch ganz bestimmt nichts ändern. Hugh!

Concerto Köln/Ensemble Sarband: Dream of the Orient (Archiv)

Wenn Türken und Nicht-Türken so richtig losballern, dann könnte es sein, lieber Erzfeind, dass die eine oder andere Schrotkugel auch für dich bestimmt ist.

Talk to my hands!

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