Kultur : Kurzmeldungen

Dresdens Staatskapelle feiert 450.Geburtstag

Heute feiert die Staatskapelle Dresden ihren 450.Geburtstag.Damit ist das sächsische Orchester eines der traditionsreichsten der Welt (und ganze 22 Jahre älter als die Berliner Staatskapelle).Seit der Mitte des 17.Jahrhunderts fungiert die Staatskapelle neben ihrer Konzerttätigkeit auch als Orchester der Semperoper.Vor allem im 19.Jahrhundert galt das Dresdner Ensemble bei vielen Musikern als bestes Orchester der Welt.Richard Wagner, von dem drei Opern in Dresden uraufgeführt wurden, nannte die Staatskapelle eine "Wunderharfe".Mehr als sechzig Jahre währte die Zusammenarbeit mit Richard Strauss, der in Dresden neun Opern herausbrachte.Bei einem Festkonzert unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Herzog feiert sich die Staatskapelle heute mit Werken, die für das Ensemble geschrieben wurden.Neben Kompositionen von Vivaldi, Weber, Wagner und Richard Strauss wird es dabei auch die Uraufführung von Wolfgang Rihms "Vers une Symphonie fleuve IV" geben.Die musikalische Leitung hat Giuseppe Sinopoli, der dem Orchester seit 1992 als Chefdirigent vorsteht.Rihms neues Werk wird die Staatskapelle übrigens auch bei ihrem Berlin-Gastspiel im Rahmen einer Europatournee am 4.November aufführen. Tsp

Luther-Preis geht an zwei junge Theologen

Für ihre herausragenden Doktorbeiten zur Lutherforschung sind in Wittenberg die Pfarrer Hans-Ulrich Gehring und Thorsten Jacobi mit dem Preis der Hamburger Luther-Gesellschaft ausgezeichnet worden.Der mit insgesamt 10 000 Mark dotierte Preis für den akademischen Nachwuchs sei in diesem Jahr geteilt worden, weil beide Preisträger noch nicht untersuchte Fragestellungen "vorzüglich" beantwortet hätten, erklärte der Präsident der Luther-Gesellschaft, der Theologe Reinhard Schwarz, anläßlich der Preisverleihung.Schwarz betonte, mit der Dissertation "Christen heißen Freie" leiste Jacobi einen Beitrag zur Interpretation des reformatorischen Schlüsselbegriffs "Freiheit".Unter dem Titel "Schriftprinzip und Rezeptionsästhetik" zeige Gehring neue Möglichkeiten einer "kreativen Predigtgestaltung" auf. epd/ADN

Erben verzichten auf Arnim-Nachlaß

Freifrau Clara von Arnim hat nach Angaben der Stiftung Weimarer Klassik auf den Nachlaß des Dichterpaares Achim und Bettina von Arnim verzichtet."Die Nachfahrin hat den Rückgabeanspruch auf ihr Familienerbe zurückgezogen", sagte der Leiter des Goethe- und Schiller-Archivs Jochen Golz am Montag der dpa.Die Klassiker-Stiftung ist seit 1954 in Besitz des Nachlasses.Er umfaßt die Korrespondenz mit Goethe, Werk- und Briefmanuskripte, dazu Bildnisse und die Familienbibliothek der Arnims, die wesentlich die deutsche Romantik prägten.Pläne, der Stiftung das Erbe als Schenkung zu übertragen, seien durch den Verzicht Frau von Arnims nun rechtlich unmöglich, sagte eine Sprecherin der Stiftung.Die Stiftung zeigt von diesem Donnerstag an die Sonderausstellung "Die Familie von Arnim und das Klassische Weimar" mit Stücken aus dem Nachlaß.Die Zeitzeugnisse werden im Goethe- und Schiller-Archiv und in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek verwahrt und wissenschaftlich aufbereitet.

Ein umfassendes Urheberrecht für Künstler im Internet hat der Deutsche Kulturrat gefordert.Bei der Vorlage des Berichts "Kunst und Kultur in der Informationsgesellschaft" mahnte der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, weitere Aktivitäten in diesem Bereich an.Der Bericht wurde im Rahmen des von der Bundesregierung 1996 gegründeten "Forums Info 2000" erstellt.Künstler, die ihre Werke zur freien Nutzung ins Internet einspeisen wollten, sollten jedoch die Möglichkeit dazu haben, erklärte Zimmermann.AP

Das Institut Français veranstaltet am Freitag, den 25.September um 10 Uhr 30 eine Podiumsdiskussion mit Vertretern des Kulturausschusses des Abgeordnetenhauses von Berlin über die unterschiedlichen Ansätze der Kulturpolitik.Mit ihnen diskutieren wird eine Gruppe von Mitgliedern des Observatoire des Politiques culturelles in Grenoble, darunter dessen Direktor Jean-Pierre Saez.Die Diskussion im Konferenzsaal des Institut Français wird parallel ins Deutsche und Französische übersetzt.Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben