Kultur : Kurzmeldungen

Kulturrat kritisiert Kulturförderung der EU

Für "vollkommen unzureichend" hält der Deutsche Kulturrat die Kulturförderung auf europäischer Ebene.Die Europäische Union plane, gerade einmal 66 Millionen Mark vom Jahr 2000 an für die direkte Kulturförderung auszugeben, kritisierte Kulturrat-Geschäftsführer Olaf Zimmermann.Dies komme "einer glatten Beleidigung gleich, wenn man dagegen die mehr als 160 000 Millionen Mark sieht, die in jedem Jahr der europäischen Landwirtschaft zufließen".Das Mißverhältnis zwischen europäischer Kulturförderung und der Unterstützung anderer Bereiche sei "nicht mehr hinnehmbar".Zimmermann empfahl dem Bundesrat, der heute den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Kulturförderung ab dem Jahr 2000 behandelt, von der Kommission zu verlangen, ihre Zusage endlich in die Tat umzusetzen, ein Prozent des Gesamthaushaltes der EU für direkte Kulturförderung auszugeben.ADN

Metropol-Wiedereröffnung nicht vor September 1999

Eine Wiedereröffnung des Berliner Metropol-Theaters ist erst im September 1999 möglich.Das teilte Kultursenator Peter Radunski (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus mit.Die Finanzierung der Operettenbühne mit 25 Millionen Mark sei im Etat des kommenden Jahres sichergestellt.Laut Radunski wird ein Zusammengehen mit dem Theater des Westens nicht mehr als praktikabel angesehen.Das Metropol-Theater war nur ein Jahr nach seiner Privatisierung im vergangenen Sommer in Konkurs gegangen.Die Mehrheit der 380 Mitarbeiter ist seitdem arbeitslos.Bei der Suche nach einem neuen Betreiber war die Kultursenatsverwaltung trotz der rund dreißig Bewerbungen bisher nicht erfolgreich.Für eine Gastspiel-Inszenierung des Musicals "Yesterday" soll sich der Vorhang jedoch am 5.November erstmals seit der Schließung heben.

Konzerthalle und Kongreßzentrum in Halle eröffnet

Der erste Neubau einer Konzert- und Kongreßhalle in Ostdeutschland seit der Wende ist in Halle eröffnet worden.Die für knapp 63 Millionen Mark errichtete Georg-Friedrich-Händel-Halle bietet 1500 Gästen Platz.Das Profil der Händel-Halle soll von klassischer Musik geprägt werden.Sie wird auch dem Philharmonischen Staatsorchester Sachsen-Anhalts erstmals in dessen 52jähriger Geschichte eine eigene Spielstätte bieten.Das Gebäude wird zudem für Tagungen und Kongresse sowie unterhaltende Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

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