Kultur : Kurzmeldungen

Konrád zieht sich aus Mahnmal-Debatte zurück

Der Präsident der Berliner Akademie der Künste, György Konrßd, will sich aus der Debatte um das Holocaust-Mahnmal zurückziehen.Während der Vorstellung einer von dem Architektur-Historiker Michael S.Cullen herausgegebenen Dokumentation zur Mahnmal-Debatte unterbreitete er den Vorschlag, in den künftigen Mahnmal-Komplex eine Institution zur Erforschung von Menschenrechtsverletzungen zu integrieren."In Europa wäre eine Forschungsstätte vonnöten, in der jene scheußlichen Entwicklungsprozesse untersucht werden, an deren Anfang die ideologisch fundierte Verletzung der Menschenrechte steht, (...) und an.

Tsp

Nationalpreis für Mäzen Berggruen und Forscher Bethge

Die Deutsche Nationalstiftung hat den Nationalpreis 1999 dem Kunstsammler Heinz Berggruen sowie dem Physiker Heinz Bethge zuerkannt.Berggruen, 1914 in Berlin geboren, emigrierte 1936 in die USA.Nach dem Krieg gründete er in Paris eine Galerie, die zu einer der ersten Adressen des internationalen Kunsthandels wurde.1973 nahm er wieder die deutsche Staatsbürgerschaft an.Seine Kunstsammlung, vor allem Werke von Klee und Picasso, brachte er 1996 nach Berlin, wo sie im westlichen Stüler-Bau in Charlottenburg untergebracht ist.Bethge, 1919 geboren, war von 1974 bis 1990 Präsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina in Halle/Saale.Während der deutschen Teilung regte er den Dialog der Naturwissenschaften von Ost und West an.Der mit 150 000 Mark dotierte Preis wird am 17.Juni in Anwesenheit von Bundespräsident Roman Herzog verliehen.Die Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich um das Zusammenwachsen Deutschlands und Europas verdient gemacht haben. Tsp

Keine Fusion der Theater von Weimar und Erfurt

Die Theater von Weimar und Erfurt werden nicht fusioniert.Der Weimarer Stadtrat stimmte am Mittwoch abend mit großer Mehrheit gegen einen Theaterverbund.Erfurt hatte sich Ende Dezember für ein Zusammengehen ausgesprochen, um Mittel in Höhe von 90 Millionen Mark vom Land Thüringen für den dringend benötigten Theaterneubau nicht zu gefährden.Erfurts Oberbürgermeister Manfred Ruge (CDU) zeigte sich erleichtert über den Weimarer Beschluß, da die Förderzusagen an Erfurt jetzt nicht mehr rückgängig zu machen sind.Kulturminister Gerd Schuchardt (SPD) dagegen bedauerte die Entscheidung und sagte voraus, daß das Thema in der kommenden Wahlperiode wieder auf den Tisch kommen werde. Tsp

Langhoffs Ensemble zeigt öffentlich Solidarität

Das Ensemble des Berliner Deutschen Theaters hat in einem Offenen Brief an Kultursenator Radunski seinem Intendanten Langhoff den Rücken gestärkt: "Wir stehen hinter Thomas Langhoff und möchten, daß er das Haus bis 2003 weiterführt".Radunski will den 2001 auslaufenden Vertrag Langhoffs gegen dessen Willen nicht verlängern.Das Ensemble glaube nicht, daß sich die Zusammenarbeit mit Langhoff verbraucht habe.Radunski erklärt in einem Antwortschreiben, er "denke nicht daran, das Ensemble-Theater zu verändern".Trotz seines Respekts und Sympathie für Langhoffs "herausragende" Arbeit brauche das Haus ab 2001 eine neue Führung. Tsp

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