Kultur : Kurzmeldungen

Max-Ophüls-Preis für New Yorker Psychodrama und Skinhead-Film

Gestern ist in Saarbrücken der Max-Ophüls-Preis verliehen worden, die wichtigste Auszeichnung für junge Filmregisseure aus deutschsprachigen Ländern.Preisträger ist der Schweizer Simon Aeby.Aeby, der in New York lebt, hat mit "Three below zero" nach Ansicht der Jury mit ungewöhnlicher Perfektion ein packendes psychologisches Drama inszeniert: drei Personen, während eines Sommergewitters eingeschlossen in einem New Yorker Waschraum.Die Auszeichnung ist mit 30 000 Mark dotiert.Der Preis des saarländischen Ministerpräsidenten, dotiert mit 10 000 Mark, ging an den vermutlich ersten Spielfilm aus der und über die Skinhead-Szene, "Oi! Warning" von den Brüdern Domenike und Benjamin Reding.Ein Förderpreis gewann der Berliner Filmstudent Eoin Moore mit seinem Potsdamer-Platz-Film "Plus-minus null". mrt

Radunski gegen SPD-Vorschläge zur Mittelkürzung

Der Berliner Kultursenator Peter Radunski (CDU) hat den Bund aufgefordert, "seine Versprechen über eine langfristige Finanzierung der Hauptstadt-Kultur einzuhalten".Es sei zu bedauern, wenn der Bund jetzt plötzlich in einigen Bereichen versuche, einen Rückzug anzutreten, sagte Radunskis Sprecher Wallrabenstein.Er reagierte damit auf Äußerungen des Bonner Ministerialdirektors beim Bundeskulturbeauftragten, Knut Nevermann, vom Vortag bei einer SPD-Klausurtagung in Weimar.Dieser hatte sich skeptisch dazu geäußert, ob es ab dem Jahr 2000 bei den zugesagten zusätzlichen 60 Millionen Mark zu den bisher schon gezahlten 60 Millionen Bundesförderung für die Haupstadtkultur bleiben könne.Radunski kritisierte, damit würden Entscheidungen, der Kulturpolitik auf Bundesebene mehr Geld zur Verfügung zu stellen, konterkariert.Der Kultursenator forderte den Bund auf, mit Berlin in Verhandlungen über die Verteilung der Mittel einzutreten.Die bei der SPD-Klausur geforderte Gesellschaft zur Verteilung der Bundeskulturmittel in Berlin begrüßte Radunski ausdrücklich.

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