Kultur : Kurzmeldungen

Naumann und Diepgen im Gespräch über Kultur

Der Staatsminister für kulturelle Angelegenheiten im Bundeskanzleramt, Michael Naumann, und Berlins Regierender Bürgermeister, Eberhard Diepgen, haben am Freitag in Berlin ein Gespräch über das künftige Verhältnis von Bund und Ländern in kulturellen Fragen geführt.Naumann habe nach Auskunft der Berliner Senatskanzlei betont, es sei nicht seine Absicht, im Zusammenhang des Regierungsumzuges in die Kulturhoheit des Landes Berlin einzugreifen.In Sachen Holocaust-Mahnmal wollen beide Seiten zunächst die Rechtslage hinsichtlich des noch nicht abgeschlossenen Wettbewerbsverfahrens prüfen.Der von Peter Eisenman konzipierte Vorschlag, seinen Mahnmal-Entwurf mit einer Gedenk- und Forschungsstätte zu verbinden, geht über die Aufgabenstellung des bisherigen Wettbewerbs hinaus.Naumann habe zugesichert, daß Berlin in das weitere Verfahren einbezogen werde.Diepgen erinnerte an die Zusage, die Hauptstadtkulturmittel dauerhaft zu erhöhen. Tsp

Hamburger Unternehmer kauft Freie Volksbühne

Die Berliner Freie Volksbühne ist an eine Hamburger Unternehmensgruppe verkauft worden.Wie der Volksbühnen-Verein als Eigentümer des von ihm errichteten und 1963 eröffneten Theaters am Freitag mitteilte, will der Käufer aus dem Theatergebäude ein "Art House" machen.Das Nutzungskonzept der Unternehmensgruppe unter Leitung von Karsten Johannsen und Friedhelm Boese sieht vor, das Haus an der Schaperstraße unweit des Kurfürstendamms als Kulturstandort zu erhalten.Geplant sei eine "attraktive und anspruchsvolle Stätte der Begegnung mit kulturellen Medien verschiedenster Couleur".Von 1963 bis 1992 hatte der Verein die Freie Volksbühne der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt, während der Berliner Senat für den Betrieb des Theaters aufkam.1993 hatte der Senat die institutionelle Förderung für das Haus eingestellt und der Verein das Gebäude an einen Musical-Betreiber verpachtet.Seit 1997 hatte der Verein keinen Pächter für das Theater mehr gefunden.Auch Einzelvermietungen konnten die Unterhaltskosten nicht mehr decken.Verhandlungen mit dem Senat über eine Förderung oder eine Nutzung des Hauses durch die Berliner Festspiele führten zu keinem Ergebnis.

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