Kultur : Kurzmeldungen

Steins "Faust" ab 2001 für acht Monate in Berlin

Die "Faust"-Inszenierung, die der Regisseur und Mitbegründer der Berliner "Schaubühne" Peter Stein für die Expo 2000 in Hannover produziert, kommt im Jahr 2001 nach Berlin.Wie Tom Stromberg, der Leiter des Kulturprogramms der Weltausstellung, gegenüber dem Tagesspiegel bestätigte, wird am 28.Oktober 2001 in der "Arena" in Berlin-Treptow die Premiere stattfinden.Geplant sind Aufführungen bis zum 15.Juni 2002.Die Proben für die unter anderem von den Unternehmen DymlerChrysler und Deutsche Bank geförderte Inszenierung beginnen am 28.August, dem 250.Geburtstag Goethes, in Hannover.Premiere auf der Expo soll Ende Juli 2000 sein.Aus dem Weltausstellungsetat fließen vier Millionen Mark in das spektakuläre Projekt, bei dem Bruno Ganz die Rolle des Faust übernehmen wird.Dritte "Faust"-Station soll Wien sein. Tsp

Ballettänzer Harald Horn starb mit 71 Jahren

Der Tänzer Harald Horn ist mit 71 Jahren in Köln gestorben.Das wurde jetzt aus dem Ballettensemble Johann Kresniks in Berlin mitgeteilt.Den Höhepunkt seiner Ballett-Karriere als Solist erlebte Harald Horn im Berliner Ballett von Tatjana Gsovsky an der Deutschen Oper.Zusammen mit Wiet Palar und Klaus Kinski als Sprecher war Harald Horn 1952 Solist in dem Ballett "Der Idiot" mit der Musik von Hans Werner Henze, dessen Uraufführung im Berliner Hebbel-Theater stattfand.Horn, der als klassischer Charaktertänzer galt, stand mit achtzehn Jahren zum ersten Mal auf der Bühne.Über mehrere Jahre war er erster Solist an der Münchner Staatsoperette.Mit dem Berliner Ballett von Tatjana Gsovsky gastierte Harald Horn auch in den USA.Ende der siebziger Jahre hatte er sich endgültig von der Bühne zurückgezogen.

Pierre Brice 70

Weißer Büffel hat das Zeichen gegeben: Die Marterung der Gefangenen beginnt.So war das 1965, bei "Winnetou III".Den Folterungen durch die Jicarillas hielt der Häuptling der Apatschen stand, aber am Ende mußte Winnetou doch sterben.Heldenhaft warf er sich am Nugget Tsil in einen Schuß des Verräters Rollins, der Old Shatterhand, seinem Blutbruder, gegolten hatte.Eine Männerfreundschaft, die schon die Rassegrenzen zwischen Rot und Weiß übersprungen hatte, war nun sogar stärker als der Tod: eine tröstliche Utopie.Doch Pierre Brice, der heute vor 70 Jahren als Pierre Louis de Bris in Brest geboren wurde, hatte als Indianer mit mädchenhafter Langhaarfrisur die Rolle seines Lebens gefunden.Darum mußte Winnetou weiterreiten.Zunächst in Kinofilmen wie "Winnetou und sein Freund Old Firehand" (1966) oder "Winnetou im Tal des Todes" (1968), später auf auf den Karl-May-Freilichtbühnen von Elspe (1976 bis 86) und - als man ihn dort für "zu alt" befand - Bad Segeberg (bis 1991).Brice, der in Paris eine Schauspielschule besucht hatte, arbeitete eine Zeit als Fotomodell und Tänzer und kam Mitte der fünfziger Jahre zum Film.Den Durchbruch schaffte er erst 1962: als Winnetou in "Der Schatz am Silbersee".Die katzenhafte Eleganz seines Spiels kontrastierte mit dem altklugen Pathos, in dem der Häuptling seine "Winnetou glaubt"-Sentenzen aufsagte.Endgültig zum Philosophen wurde Brice 1998: im ZDF-Zweiteiler "Winnetous Rückkehr".Seine letzte?

Bühnenverein: Schitthelm als Ersatz für Everding

Der Vizepräsident des Deutschen Bühnenvereins, Jürgen Schitthelm, wird die Amtsgeschäfte des vergangene Woche gestorbenen Präsidenten August Everding "bis auf weiteres" wahrnehmen.Das teilte der Bühnenverein am Freitag mit, nachdem sich das Präsidium am Donnerstag in München getroffen hatte.Das Präsidium sehe "keinen Anlaß zur Eile" bei der Suche nach einem neuen Präsidenten, hieß es.Jürgen Schitthelm gehörte 1962 zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Schaubühne und ist bis heute deren Direktor.Während der gesamten Präsidentschaft Everdings von 1989 bis 1999 war er dessen Stellvertreter im Bühnenverein.

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