Kultur : Kurzmeldungen

Förderhilfen: Stiftung "Brandenburger Tor"

Die Förderung "leistungsbewußter und kreativer Menschen in Kultur, Bildung und Wissenschaft" hat sich die neugegründete Stiftung "Brandenburger Tor" der Bankgesellschaft Berlin zum Ziel gesetzt."Wir wollen die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung fördern, die Vorbildfunktion für die Allgemeinheit hat", so Wolfgang Rupf, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, gestern im Rahmen einer Pressekonferenz.Die gemeinnützige Einrichtung mit Sitz im Liebermann-Haus am Pariser Platz will jährlich bis zu sechs Millionen Mark für eigene Projekte oder die Vergabe von Stipendien und Preisen bereitstellen.Der Name des Brandenburger Tores stehe für Freiheit, Toleranz und Offenheit zwischen Ost und West, so Rupf, der auch Vorstandsvorsitzender der Bankgesellschaft Berlin ist.Das Stiftungsvermögen werde in den nächsten fünf Jahren von derzeit 30 Millionen auf 100 Millionen Mark aufgestockt.Dem Kuratorium, das über die Projekte entscheiden soll, gehören neben Vertretern der Bankgesellschaft unter anderem György Konrad an, der Präsident der Akademie der Künste, und Wolf Lepenies, Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Tsp

Kulturrat begrüßt geändertes Urheberrecht

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat Pläne zur Änderung des Urheberrechts begrüßt.Insbesondere die vorgesehene Umsetzung internationaler Verträge in deutsches Recht sei ein wichtiger Schritt zur Klarstellung der Rechtslage, so der Kulturrat gestern in Bonn.Die Urheber - also Schriftsteller, bildende Künstler, Komponisten und ausübende Künstler wie Musiker und Schauspieler - seien auf Rechtssicherheit und den finanziellen Nutzen aus der Verwertung dringend angewiesen.Dies gelte ebenso für Verlage, Galerien und Bibliotheken.In seiner Stellungnahme zum Entwurf forderte der -Kulturrat den Gesetzgeber auf, die seit 1985 unverändert festgeschriebenen Vergütungssätze für Vervielfältigungen erhöht werden. ADN

IG Medien kritisiert Entlassungen bei "Stella"

Heftige Kritik an den geplanten Entlassungen beim Musical-Marktführer Stella AG hat der Hauptvorstand der IG Medien gestern in Stuttgart geübt.Die Gewerkschaft erklärte, das Sanierungskonzept des Managements gehe "einseitig zu Lasten der Beschäftigten"."Erhebliche Managementfehler" hätten zur dramatischen Lage des Konzerns beigetragen.Die Gewerkschaft erwarte, daß die von der Entlassung betroffenen Mitarbeiter bei neuen Zukunftsprojekten des Musical-Unternehmens vorrangig wiederbeschäftigt werden.Die Stella AG hatte am Tag zuvor ein umfassendes Sanierungsprogramm vorgestellt, mit dem der Konzern 100 Millionen Mark jährlich oder 20 Prozent seiner Kosten sparen will.Danach sollen bundesweit 1000 der rund 5000 Stellen abgebaut werden.In Stuttgart sind 163 von 970 Arbeitsplätzen betroffen.

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