Kultur : Kurzmeldungen

Indischer Fotograf Raghubir Singh gestorben

Der indische Fotograf Raghubir Singh, der mit seinen Aufnahmen das pulsierende und farbenprächtige Leben in seinem Heimatland reflektiert hat, ist im Alter von 58 Jahren in New York gestorben.Die "New York Times" berichtete am Dienstag, daß der Künstler am Sonntag mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen war.Eine Ausstellung mit Fotos, die Singh in den vergangenen 30 Jahren aufgenommen hatte, ist derzeit unter dem Titel "River of Color: The India of Raghubir Singh" im Kunstinstitut von Chicago zu sehen.Der Fotograf bewunderte seinen französischen Kollegen Henri Cartier- Bresson und erlernte von ihm die Spontaneität, die kleine Kameras ermöglichen.Er zog jedoch die farbige Fotografie vor, weil Farben so stark in ihm verwurzelt seien wie die Gewürze und Gerüche seiner Heimat, erklärte er unlängst.

Schlingensiefs "Berliner Republik" abgesetzt

Regisseur Christoph Schlingensief will sich nach Angaben der Berliner Volksbühne angesichts des Kosovo-Kriegs ausschließlich der politischen Arbeit widmen.Intendant Frank Castorf teilte am Dienstag mit, Schlingensiefs Boulevard-Stück "Die Berliner Republik" werde nicht mehr gespielt."Die Volksbühne versteht und unterstützt Schlingensief, kann aber nicht auf die Weiterarbeit als politisches Theater und somit die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs verzichten", erklärte Castorf.Der 39jährige Schlingensief habe der Theaterleitung und dem Publikum am Wochenende erklärt, daß er es angesichts der deutschen Beteiligung an einem "Angriffskrieg" künstlerisch und politisch vorerst nicht mehr vertreten könne, "Die Berliner Republik" weiter zu spielen."Die Volksbühne ist gedanklich nicht mehr flexibel", übte Schlingensief Kritik an dem Theater, in dem es zuletzt eine Unterschriftenaktion der technischen Mitarbeiter gegen ihn gegeben haben soll.Jetzt wolle er seine gesamte Kraft seiner politischen Initiative widmen.Schlingensief, der im Bundestagswahlkampf letztes Jahr mit seiner Partei Chance 2000 angetreten war, hatte zuletzt die Unterbringung von 50 Flüchtlingen aus dem Kosovo im Haus der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz vorgeschlagen.Castorf betonte, daß sein Haus zur Aufnahme der 50 Flüchtlinge weiter bereit sei.Der Intendant schloß sich zudem der Kritik am Nato-Einsatz an.Die Volksbühne werde mehrere Veranstaltungen zum Kosovo-Konflikt organisieren.Für den 24.April habe man Bundesaußenminister Joschka Fischer und den Grünen-Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele eingeladen.Am 15.Mai sollen unter anderen der PDS-Politiker Gregor Gysi und der Dichter Peter Handke über das "Feindbild Serbien" diskutieren. Tsp

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