Kultur : Kurzmeldungen

Parlamentsvotum zum Mahnmal weiter strittig

Bei der Vorbereitung der Bundestagsentscheidung über das geplante Holocaust-Mahnmal sind wichtige Streitpunkte noch nicht ausgeräumt. So konnten sich die Berichterstatter der Fraktionen am Mittwoch vormittag nicht darüber verständigen, wieviele Alternativvorschläge dem Parlament zur Entscheidung Ende Juni vorgelegt werden sollen. Offen ist auch, wie der anderen Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden soll, beispielsweise Sinti und Roma sowie Kommunisten. Ebenso ist die Form einer Stiftung für das Denkmal weiter unklar. Die für den Nachmittag angesetzte Kulturausschußsitzung wurde auf den Abend vertagt. Der Ausschuß will sich dabei abschließend über eine Beschlußvorlage für das Bundestagsvotum verständigen. Dazu liegen fünf Gestaltungsvorschläge für ein Mahnmal für die ermordeten Juden Europas vor.

Berlin erhält erstes Europa-Kulturmuseum

Mit einem "Museum Europäischer Kulturen" erhält die Berliner Museumslandschaft der Stiftung Preußischer Kulturbesitz jetzt weiteren Zuwachs. Als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland wird das neue ethnographische Museum am Donnerstag nächster Woche mit einer großen Ausstellung unter dem Titel "Kulturkontakte in Europa. Faszination Bild" eröffnet, teilten die Staatlichen Museen am Mittwoch mit. Seinen Sitz hat das neue Museum im Museum für Volkskunde, das für die Neugründung mit dem Fachreferat Europa des Museums für Völkerkunde zusammengeführt wurde. Das Europa-Museum will sowohl die gemeinsamen europäischen Kulturphänomene als auch die unterschiedlichen ethnischen, regionalen und nationalen Ausprägungen in seinen Mittelpunkt rücken, kündigten die Ausstellungsmacher an.

Basler Kunstmesse mit großem Käuferinteresse

Die 30. Basler Kunstmesse "Art", die als eine der bedeutendsten ihrer Art gilt, ist seit Mittwoch für das Publikum geöffnet. Schon zu Beginn zeichnete sich nach Angaben der Veranstalter ein großes Kaufinteresse insbesondere amerikanischer Sammler ab. Bis zum Montag zeigen 271 Galerien aus aller Welt Arbeiten aller Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Amerikanische Galerien sind in diesem Jahr besonders stark vertreten. Zur Jubiläumsmesse hatte eine Jury unter rund 800 Bewerbungen Galerien aus 25 Ländern ausgewählt. Mit 64 Unternehmen steht Deutschland an der Spitze. Es folgen die USA mit 52, die Schweiz mit 45 und Frankreich mit 38 Galerien. Präsentiert wird Kunst von Jugendstil bis Neo-Konzeptionalismus.

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