Kultur : Landtagswahl in Baden-Württemberg: Im Ländle der Tüftler und Patente

In Baden-Württemberg waren am Sonntag rund 7,4 Millionen Bürger aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Das Bundesland ist nach dem Zweiten Weltkrieg durch Fusion dreier vormals eigenständiger Länder entstanden: Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern schlossen sich trotz heftiger Widerstände im badischen Landesteil 1952 zusammen. Nach Fläche (35 752 Quadratkilometer) und Bevölkerung (März 2000: 10,5 Millionen) ist Baden-Württemberg das drittgrößte der 16 Bundesländer.

In Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme. Es gibt also keine Zweitstimme für Landeslisten wie bei Bundestagswahlen. Die Wählerstimme wird aber zwei Mal gewertet: Für die Zahl der Sitze einer Partei im Landtag und für die Frage, welcher Bewerber einen Sitz bekommt.

Zwischen Tauberbischofsheim und Waldshut prägen über weite Strecken ländliche Gebiete das Bild, darunter touristisch attraktive Regionen wie der Schwarzwald oder der Bodensee. Zugleich ist das Land aber auch Standort bekannter Weltkonzerne wie Daimler-Chrysler, Porsche, Siemens oder Bosch sowie einer breiten Palette innovativer mittelständischer Betriebe.

Höchst zufrieden können die Wissenschaftler im Land der Tüftler und Patente sein. Zweistellige Milliardenbeträge werden alljährlich in die Forschung investiert. Mit Forschungsausgaben in Höhe von 3,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nimmt Baden-Württemberg unter 64 untersuchten EU-Regionen Rang zwei ein. Aber auch die Kultur hat bei Schwaben und Badenern einen hohen Stellenwert: Die Auszeichnung Oper des Jahres ging drei Mal in Folge an die Stuttgarter Oper.

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