Kultur : Leibniz-Preis geht an zwei Mathematiker aus Berlin und Potsdam

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Mit Gerhard Huisken und Rupert Klein werden gleich zwei Forscher aus der Region BerlinBrandenburg mit dem Leibniz-Preis 2003 ausgezeichnet. Die Mathematiker erhalten zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen in den kommenden fünf Jahren jeweils 1,55 Millionen Euro, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft mitteilte. Sie vergibt den höchstdotierten deutschen Förderpreis im Februar in Berlin an insgesamt zehn Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin.

Klein und Huisken sind Wanderer zwischen den Disziplinen. „Ich habe als Maschinenbauer begonnen und mich dann der angewandten Mathematik und Umweltforschung verschrieben", sagt Klein. Am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erfasst er die Wolkenbildung und die Luftströmungen in der Erdatmosphäre in numerischen Simulationen. Der 43-Jährige hat auch eine Professur für Mathematik und Informatik an der Freien Universität Berlin inne.

Gerhard Huisken hat die von Albert Einstein geschlagene Brücke zwischen Mathematik und Physik weiter verstärkt. Am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Golm bei Potsdam entwirft Huisken mathematische Modelle für die Allgemeine Relativitätstheorie. „Ich versuche zusammen mit meinen Kollegen, das Raum-Zeit-Kontinuum in den Griff zu bekommen“, sagt der 44-Jährige. Der Leibniz–Preis wird ihm und Klein nun die Möglichkeit geben, qualifizierte Nachwuchsforscher einzustellen und die apparative Ausstattung zu verbessern.

Weitere Leibniz-Preisträger sind Winfried Denk vom Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg und das Mathematiker-Ehepaar Hèlène Esnault und Eckart Viehweg von der Uni Essen. Geehrt werden auch der Literaturwissenschaftler Albrecht Koschorke von der Uni Konstanz, die Biologen Roland Lill von der Uni Marburg und Christof Niehrs vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr, Hans-Peter Seidel vom Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken und der Kirchenhistoriker Hubert Wolf von der Uni Münster. tdp

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