Leidenschaftlicher Sammler : Delon verkauft Kunst

Der Schauspieler Alain Delon kaufte Kunst aus Leidenschaft. Jetzt möchte er Teile seiner Sammlung verkaufen, die er seit den 60er Jahren aufbaute. Er hasse "posthume Verkäufe", erklärte er.

Alan Delon Foto: ddp
Kunstkenner und Star: Alan Delon.Foto: ddp

ParisVor dem Verkauf seiner Kunstsammlung hat der französische Schauspieler Alain Delon beschrieben, wie sich seine Leidenschaft für Bilder entwickelte. Mit dem Kauf erster Werke in den 60er Jahren sei ein starkes Interesse an Kunst entstanden, sagte der 71-Jährige der Zeitung "Le Monde".



"Weil ich viel arbeitete, habe ich mein ganzes Geld für alte Zeichnungen ausgegeben. Es gibt die, die Autos kaufen oder zu Prostituierten gehen. Ich habe die Bilder vorgezogen." Von Zeichnungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert sei er später zu Meistern des 19. Jahrhunderts wie Géricault, Delacroix, Millet und Corot übergegangen. Später habe er dann mit Riopelle, Nicolas de Staël oder Manessier die abstrakten Werke der 50 Jahre entdeckt.

Kunstkauf aus Leidenschaft  

"Ich habe aus Leidenschaft gekauft, niemals als Investition", sagte der Schauspieler der Zeitung. Meist habe er für die Werke dann auch "zuviel bezahlt". Heute kaufe er "praktisch nicht mehr", sagte Delon weiter, der aber eine Schwäche für die Bronzewerke von Georges-Lucien Guyot einräumte.

Auch seine Leidenschaft für den Maler Théodore Géricault aus dem 19. Jahrhundert sei noch intakt: Er habe noch heute "Angst, schwach zu werden, wenn man mir so ein Ding bringt", sagte Delon. Am 15. Oktober wird ein großen Teil seiner Sammlung in Paris unter den Hammer kommen. Er wolle das jetzt regeln, "weil ich posthume Verkäufe hasse", sagte Delon. (mit AFP) 

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